Tote bei Luftangriff Israels auf Gazastreifen
Mit einem Luftangriff auf eine Wohnung im Gazastreifen hat die israelische Armee am Samstag einen hochrangigen Vertreter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas ins Visier genommen. Sie habe versucht, Ali al-Amoudi zu töten, bestätigte die Armee entsprechende Medienberichte. Es werde geprüft, ob al-Amoudi verletzt oder tot sei. Nach Angaben des Zivilschutzes und eines Krankenhauses im Gazastreifen wurden bei dem Angriff fünf Menschen getötet.
Der Luftangriff erfolgte im frühen Morgengrauen und nach dem jüdischen Kalender am Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel vor drei Jahren. Israels Armee erklärte, al-Amoudi sei als “rechte Hand” des damaligen Hamas-Chefs Jahja Sinwar an der Planung des Überfalls vom 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen. Die Armee habe al-Amoudi ins Visier genommen, als sie erfahren habe, dass dieser sich in einem Apartmenthaus aufhalte.
Vier Frauen unter den Toten
“Heute ist al-Amoudi der ranghöchste Hamas-Vertreter im Gazastreifen und direkt beteiligt an den Terroraktivitäten der Hamas und am Wiederaufbau der Organisation für Krieg”, erklärte die Armee. “Der Terrorist wurde getroffen, um die Gefahr zu beseitigen.” Die Armee habe Schritte unternommen, “um Schäden für Zivilisten zu verringern, einschließlich des Einsatzes von Präzisionswaffen”, ergänzte die Armee. Sie bedauere “jeden Schaden, der unbeteiligten Personen zugefügt wurde”.
Der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz im Gazastreifen teilte mit, unter den Toten bei dem Luftangriff im Westen der Stadt Gaza seien vier Frauen. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden.