Toter bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen

Beim ersten israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen seit mehr als einer Woche ist ein Mensch getötet worden. Die Armee erklärte am Mittwoch, der Angriff im Norden des Küstenstreifens habe einem Kommandant der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas gegolten, der Angriffe auf israelische Soldaten geplant habe. “Der Terrorist wurde bei einem Luftangriff getroffen”, hieß es in einer Erklärung.
Der Hamas-Zivilschutz erklärte, der Angriff in Beit Lahia habe Zivilisten getroffen, die in einem Fahrzeug unterwegs gewesen seien. Ein Mann sei getötet worden, fünf weitere Menschen seien verletzt worden, gaben der Zivilschutz und das Al-Schifa-Krankenhaus an.
Netanyahu und Trump uneins über Plan
Israel hatte seit dem 3. August keine Luftangriffe mehr im Gazastreifen ausgeführt. US-Präsident Donald Trump hatte Ende Juli eine Einigung über die Entwaffnung der Hamas und ihrer Verbündeten im Gazastreifen sowie einen Rückzug der israelischen Armee bekannt gegeben. Den Plan bezeichnete er als “Meilenstein”.
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu erteilte dem Plan hingegen eine klare Absage. Die israelische Armee werde erst dann aus dem Gazastreifen abziehen, wenn die Hamas “wirklich” entwaffnet sei.
Die Hamas und ihre Verbündeten hatten am 7. Oktober 2023 Israel überfallen. Bei dem Angriff wurden mehr als 1200 Menschen getötet, 251 Menschen wurden in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit massiven Attacken auf den Gazastreifen, bei denen nach Hamas-Angaben seither mehr als 70.000 Menschen getötet wurden. Trotz einer im Oktober vereinbarten Waffenruhe griff die israelische Armee zwischenzeitlich nahezu täglich Ziele im Gazastreifen an.