Trotz angespannten Eiermarkts “Ostern sicher”

12.03.2026 • 14:12 Uhr

Die Vogelgrippe, die seit Oktober 2025 in Europa massiv grassiere, habe auch zu einer Anspannung der Versorgungslage am österreichischen Eiermarkt geführt, sagte Oberösterreichs Landwirtschaftskammerpräsident Franz Waldenberger. Denn die Gastronomie sauge die Eier aus dem heimischen Lebensmitteleinzelhandel ab. Aber, so betonte Waldenberger in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz, die Lage sei “beherrschbar” und “Ostern ist sichergestellt”.

Speziell im Norden Europas seien durch die Geflügelpest seit Oktober 12 Mio. Legehennen weggefallen, was nicht mühelos kompensiert werden könne. Auch wenn Österreich bei weitem nicht so stark betroffen sei, herrscht doch auch hier seit 20. November in einigen Regionen, vor allem entlang von Flüssen und Seen aber auch im Süden und Osten, eine Stallpflicht. Der Obmann der Geflügelwirtschaft Oberösterreich Gerold Sterrer rechnet aber damit, dass sie rund um Ostern vom Gesundheitsministerium aufgehoben wird. Vor allem in Oberösterreich ist der Anteil der Freilandeier mit gut 41 Prozent im Vergleich zu Gesamtösterreich mit 32 Prozent deutlich höher.

8 Mio. Legehennen bis 2028 in Österreich

Mit leeren Regalen in den Supermärkten zu Ostern rechnet die Landwirtschaftskammer aber nicht. Denn in Österreich wurden noch nie so viele Legehennen gehalten und so viele Eier produziert. Bis 2028 rechne die Branche mit einer weiteren Zunahme von 500.000 Legehennen auf dann 8 Mio. Tiere. Das entspreche einem Plus von 135 Mio. Eiern zusätzlich, so Waldenberger.

Die aktuell angespannte Marktsituation in Österreich habe für Sterrer auch folgenden Grund: Die Gastronomie, die überwiegend aus der EU Eier beziehe, bekomme wegen der Vogelgrippe von dort keine. Daher greife sie derzeit auf heimische Eier zurück und ziehe sie vom Lebensmitteleinzelhandel ab, sprach er von einer derzeitigen “Schieflage”.