Trump rechtfertigt Vorschlag für Nutzung seines Golfclubs

Nach Spekulationen über die Nutzung seines Golfclubs in West Palm Beach in Florida als neuen Rückzugsort für ehemalige und künftige Präsidenten hat US-Präsident Donald Trump Stellung bezogen. Der Vorschlag sei vom Militär und vom Secret Service gekommen, sagte er vor Reportern im Weißen Haus. “Sie fragten, ob ich dazu bereit wäre, und ich sagte ja.” Zuvor hatten unter anderem die “Washington Post” und die “Palm Beach Post” über einen entsprechenden Plan berichtet.
Die örtliche Tageszeitung berichtete unter Berufung auf ein Schreiben an die Verwaltung von Palm Beach County, in dem der Vorschlag unterbreitet wurde, den “Trump International Golf Club” in “U.S. Presidential Golf Course” umzubenennen.
Der Brief stamme vom Anwalt Harvey Oyer, der für den Golfclub verantwortlich ist. Der Golfplatz werde “von allen ehemaligen, amtierenden und künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten sowie von ausländischen Staatschefs bei deren Besuchen genutzt werden”, heißt es weiter.
Medien: Trump-Familie würde weiter Club verwalten
Trump warb nun vor Journalisten, dass es rund um seinen Golfclub “keine hohen Gebäude, die das Gelände überragen” und keine Häuser in der Nähe gebe. Damit dürfte er etwaige Sicherheitsbedenken versuchen aus dem Weg zu räumen. Auch sei der Golfplatz nur etwa zwei Minuten vom Flughafen entfernt, der neuerdings “President Donald J. Trump International Airport” heißt.
Den Medien zufolge würde die Trump-Familie den Club weiter verwalten. Das Gelände ist jedoch laut “Palm Beach Post” vom Landkreis gepachtet. Der Vorschlag sehe vor, dass die US-Regierung Zugang zu sämtlichen Clubeinrichtungen erhalte – und das kostenlos. Gemeinsam mit dem Secret Service solle dann sichergestellt werden, dass Präsidenten angemessen beherbergt werden können.
Die Umbaukosten wolle die Trump-Familie ebenfalls übernehmen. Dem Vernehmen nach solle das Projekt erst dann fertiggestellt werde, sobald Trump nicht mehr im Amt sei. “Das wäre nicht für mich gedacht”, sagte der Präsident vor der Hauptstadtpresse.