Trump zu Pferdekutschen-Aus in New York

US-Präsident Donald Trump hat sich in die Diskussion um eine Abschaffung der Pferdekutschen im New Yorker Central Park eingemischt. Ein Ende der “fundamentalen New-York-Erfahrung” sei “so traurig”, schrieb der in der Millionenmetropole geborene Trump bei seinem Online-Sprachrohr Truth Social. “Es war eine großartige Tradition. Ein weiteres Stück Geschichte, das verschwindet. Es wird vermisst werden.”
Der New Yorker Stadtrat wollte noch am Donnerstag über einen Gesetzesentwurf abstimmen, der die traditionsreiche Attraktion schrittweise bis zum 1. Juni 2028 abschaffen soll. Auf den Gesetzentwurf hatten sich Bürgermeister Zohran Mamdani und die Vorsitzende des New Yorker Stadtrats, Julie Menin, geeinigt. Ein Gesundheitsausschuss des Stadtrats hatte dem Papier zuvor bereits zugestimmt.
Jahrelanger Streit
Der Beschluss kommt nach jahrzehntelangem Streit über die Abschaffung der Pferdekutschen. Vor allem bei Touristen sind die Fahrten sehr beliebt, Tierschützer fordern aber schon lange ein Ende. Sie kritisieren, dass die Pferde überarbeitet und schlecht untergebracht seien, und dass sie leicht in Panik gerieten. Die rund 150 Kutscher weisen die Vorwürfe zurück – und forderten bis zuletzt mehr Regulierung anstelle einer Abschaffung. Trump schrieb, ohne Belege zu nennen, hinter der Abschaffung steckten “politische Gründe”.
Die Kutschen rollen seit rund 150 Jahren durch den Central Park. Immer wieder kommt es allerdings zu Unfällen. Im Juni starb ein 18-Jähriger aus Indien, der mit seiner Familie in New York zu Besuch war. Er war seiner Mutter aus einer Kutsche hinterhergesprungen, nachdem sie herausgeschleudert worden war. Nach dem Unfall nahm der Druck deutlich zu, die Fahrten zu verbieten.