Trumps Name vom Kennedy Center entfernt

Der Trump-Schriftzug am Kennedy Center in Washington ist – zumindest einstweilen – Geschichte: Am frühen Samstagmorgen entfernten Arbeiter den Namen von US-Präsident Donald Trump vom Gebäude, weniger als sechs Monate nach dessen Anbringung. Damit kam man einer richterlichen Anordnung nach, wonach das Wahrzeichen der darstellenden Künste nicht ohne einen Beschluss des Kongresses umbenannt werden darf.
Die Arbeiten begannen am Samstag und damit wenige Stunden, nachdem das US-Justizministerium erklärt hatte, die Regierung werde die vom Gericht festgelegte Frist von Freitag 23.59 Uhr zur Entfernung von Trumps Namen vom Veranstaltungsort aufgrund von Gewittern in Washington nicht einhalten können.
Von Trump umbesetzter Vorstand hatte Neubenennung beschlossen
Der Vorstand des Zentrums, dessen Vorsitz Trump innehat, hatte im Dezember beschlossen, es in “The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts” umzubenennen. Am nächsten Tag begannen Arbeiter damit, seinen Namen am Gebäude anzubringen. Das Kennedy Center wurde 1971 als Gedenkstätte für den 1963 ermordeten demokratischen Präsidenten John F. Kennedy eröffnet. Der Republikaner Trump hatte den Stiftungsrat seit seiner Amtsübernahme im vergangenen Jahr mit Verbündeten besetzt.
Ende Mai hatte ein US-Bezirksrichter entschieden, dass nur der US-Kongress das Kunstzentrum umbenennen könne, weshalb Trumps Namen von der Fassade des Gebäudes, der Website und anderen Materialien zu entfernen sei. Gegen diese Anordnung legte die Trump-Regierung Berufung ein, die momentan von einem Bundesberufungsgericht beraten wird.