U-Haft im Fall von Missbrauch mit Todesfolge verlängert

15.07.2026 • 10:57 Uhr
U-Haft im Fall von Missbrauch mit Todesfolge verlängert

Die Untersuchungshaft für einen Mann, der im Verdacht steht, seiner Ehefrau bei sexuellen Missbrauchshandlungen tödliche Verletzungen zugefügt zu haben, ist am Mittwoch bis 17. August verlängert worden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels auf APA-Anfrage mit. Der Mann habe sich zu den Vorwürfen in der Haftverhandlung nicht geäußert. Die 40-Jährige war am 26. Juni mit stark blutenden Wunden in ihrem Wohnhaus in Marchtrenk (Bezirk Wels-Land) aufgefunden worden.

Die Rettung konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Aufgrund der Verletzungen wurde eine Obduktion angeordnet, die das ganze Ausmaß zutage brachte. In Befragungen gab der 50-Jährige sexuelle Handlungen zu, sprach aber von einem Unfall und davon, dass seine Frau stark betrunken gewesen sei. Ob das stimmt, wird erst das chemisch-toxikologische Gutachten zeigen.

Gegen den Mann wird wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person mit Todesfolge ermittelt. Dafür würde ihm im Fall einer Verurteilung dasselbe Strafmaß wie bei Mord – zehn bis zu 20 Jahren oder eine lebenslange Haft – drohen. Derzeit ist aber erst das Ermittlungsverfahren im Gange.

(S E R V I C E – In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, ; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133 sowie in Oberösterreich beim Autonomen Frauenzentrum – Frauennotruf OÖ unter 0732/602200)