Ultraschall bei Kaimanen im Tierschutzhaus Vösendorf

07.10.2026 • 13:07 Uhr
Ultraschall bei Kaimanen im Tierschutzhaus Vösendorf

Zwei Kaimane namens Schnappi und Pancho, die als Nebenfolge einer Scheidung im Tierschutzhaus Vösendorf in Niederösterreich gelandet sind, haben dort vor kurzem eine medizinische Untersuchung erhalten. Wie Tierschutz Austria am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, handelte es sich dabei um einen “aufwendigen Sondereinsatz”. Durchgeführt wurden unter anderem Ultraschalluntersuchungen, auch Blutproben wurden genommen, um den Gesundheitszustand der Tiere zu überprüfen.

Fachlich begleitet wurde der Einsatz von der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Krokodilexpertin Rossana Mangione. Grundsätzlich seien regelmäßige Kontrollen auch bei exotischen Schützlingen ein fester Teil der tiergerechten Versorgung. Sie sollen gesundheitliche Veränderungen frühzeitig erkennbar machen, damit rechtzeitig reagiert werden kann. Gerade bei Tieren, die Krankheit und Schmerz lange verbergen, ist dieser Blick ins Innere entscheidend, hieß es. “Exotisch heißt nicht anspruchslos”, wurde Stephan Scheidl von Tierschutz Austria zitiert. “Unsere Kaimane brauchen dieselbe Sorgfalt wie jeder andere Patient im Haus: fachkundige Untersuchung, Verlaufskontrolle und Menschen, die wissen, worauf sie achten müssen.”

Ein geeignetes Quartier für die beiden Krokodile – sie werden bis zu 1,60 Meter lang – sei jedenfalls sehr schwer zu finden. Deshalb suchen die beiden seit Jänner 2022 im revitalisierten Vösendorfer Krokodilhaus residierenden Reptilien Patinnen und Paten für Futter, Haltung und Untersuchungen. Eine Patenschaft gibt es laut Tierschutz Austria schon ab 25 Euro im Monat.

(S E R V I C E – Patenschaftslink unter: )