UNO: 76.000 Menschen vor Kämpfen im Jemen geflohen

12.09.2026 • 22:51 Uhr
UNO: 76.000 Menschen vor Kämpfen im Jemen geflohen

Durch die neu aufgeflammten Kämpfe im Jemen sind nach Angaben der UNO seit Juli mindestens 76.000 Menschen vertrieben worden. Mehr als 70.000 von ihnen seien seit Anfang September in die Flucht getrieben worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Samstag mit. Die Lage verschlimmere sich von Tag zu Tag. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Vertriebenen weiter steige.

Die mit dem Iran verbündete Houthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen einen groß angelegten Vorstoß unternommen und bei Kämpfen gegen die Regierungstruppen die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer erobert. Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab.

Die Houthis kontrollieren bereits weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Die Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudi-arabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen. Saudi-Arabien unterstützt Jemens Regierung in ihrem Kampf gegen die Huthis. Der Golfstaat reagierte seinerseits mit zahlreichen Luftangriffen auf Ziele im Jemen.