UNO befürchtet weitere Eskalation im Jemen

08.08.2026 • 02:30 Uhr
UNO befürchtet weitere Eskalation im Jemen

Nach der jüngsten Eskalation im Konflikt zwischen den vom Iran unterstützten jemenitischen Houthi-Rebellen und Saudi-Arabien fordern die Vereinten Nationen eine Rückkehr zur Diplomatie. Derzeit sei das Risiko eines neuen Großkonflikts höher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der von der UNO vermittelten Waffenruhe im April 2022, schrieb der UNO-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, auf der Plattform X.

Es bestehe die Gefahr, dass das Land in eine umfassendere regionale Konfrontation hineingezogen werde – mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Houthi war vor einigen Wochen mit Luftangriffen auf die von der Miliz kontrollierte Hauptstadt Sanaa erneut eskaliert.

Neue Houthi-Angriffe

Die Houthi griffen jüngst auch mehrere saudi-arabische Schiffe an oder zwangen sie zumindest zu Kurswechseln. In der Nacht auf Freitag attackierten die Houthi auch Ziele direkt in Saudi-Arabien, dabei wurden mindestens elf Menschen verletzt. Bei weiteren Angriffen der Houthi in der jemenitischen Provinz Marib wurden nach Regierungsangaben mindestens zwei Zivilisten getötet. 

Der Konflikt droht auch eine Friedenslösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran zu erschweren. Zum einen wird der regionale Konflikt auf einen weiteren Schauplatz erweitert. Zum anderen steigt der Druck auf die USA und Saudi-Arabien, auf die Angriffe der Houthi-Rebellen auf Schiffe militärisch zu reagieren. 

Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit mehr als zehn Jahren gegen die schiitische Houthi-Miliz. Im Zuge des Kriegs mit dem ebenfalls schiitisch geprägten Iran ist nun auch dieser Konflikt aufs Neue eskaliert.