UNO: Mehr als 300.000 Menschen im Jemen auf der Flucht

Angesichts der neu aufgeflammten Kämpfe zwischen der pro-iranischen Houthi-Miliz und von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen im Jemen sind nach UNO-Angaben mehr als 300.000 Menschen auf der Flucht. Fast alle Betroffenen seien in den vergangenen zwei Monaten aus ihren Heimatorten geflohen, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Sonntag. Die Menschen bräuchten “dringend Schutz, Nahrung, sauberes Wasser und Gesundheitsversorgung”.
Nach vier Jahren relativer Ruhe hat sich der Konflikt zwischen den Houthis und den Regierungstruppen im Jemen seit Juli wieder intensiviert. Im September starteten die Houthis eine neue Offensive im Westen des Landes. Saudi-Arabien, das die international anerkannte Regierung im Jemen unterstützt, griff seither mehrfach Houthi-Stellungen an.
Die IOM leistet Zivilisten im Jemen medizinische Hilfe. Sie benötigt nach eigenen Angaben aber mehr Geld, um diese fortzusetzen. Die Organisation rief alle Konfliktparteien auf, Zivilbevölkerung und humanitäre Helfer zu schützen und Helfern sicheren und ungehinderten Zugang zu den besonders betroffenen Gebieten zu ermöglichen.