Urs Lehmann als FIS-Geschäftsführer zurückgetreten

05.06.2026 • 14:24 Uhr

Wenige Tage vor dem FIS-Kongress mit der Wahl des Präsidiums ist Urs Lehmann als Geschäftsführer des Internationalen Skiverbandes zurückgetreten. Das bestätigte die FIS Freitagmittag in einem kurzen Statement. Davor hatten Schweizer Medien bereits berichtet, dass der 57-jährige Eidgenosse das Amt niedergelegt habe. Grund dafür soll demnach ein Zerwürfnis mit FIS-Präsident Johan Eliasch sein. Der 64-jährige Eliasch kandidiert am 11. Juni in Belgrad für eine weitere Amtszeit.

Die Britin Victoria Gosling und der Liechtensteiner Alexander Ospelt machen dem britisch-schwedischen Unternehmer dabei Konkurrenz. Eliasch steht bei Sportlern und nationalen Verbänden in der Kritik. “Johan Eliasch war und ist es als Geschäftsmann immer gewohnt gewesen, dass er in seinen Firmen die Richtung vorgibt. Das funktioniert aber in einem Verband nicht. Dort ist es wichtig, die Mitglieder nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen, sondern sie mit ins Boot zu holen und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Und das ist ihm nicht gelungen”, erklärte der scheidende ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer am Freitag im “Kurier”.

ÖSV unterstützt Ospelt

Eliasch steht seit 2021 an der Spitze der FIS. Damals war er noch von den Briten ins Rennen geschickt worden. Diese setzen diesmal auf ihre Geschäftsführerin Gosling. Der ÖSV unterstützt laut Scherer hingegen Ospelt, den er als integer und einen “Brückenbauer” bezeichnete.

Der bisherige FIS-Geschäftsführer Lehmann hatte das neu geschaffene Amt erst im vergangenen September angetreten. Wie die Zeitung “Blick” berichtete, sollen unterschiedliche Einschätzungen betreffend die finanzielle Situation der FIS zum neuerlichen Zerwürfnis geführt haben. Lehmann soll demnach Bedenken geäußert haben.