Ursachensuche nach Güterzugunfall in Wiener Neustadt

13.10.2026 • 15:24 Uhr

Nach einem Zugunfall am Montag in Wiener Neustadt sind am Dienstag die Erhebungen zur Ursache weiter im Gange gewesen. 21 Güterwagen waren beim Ausfahrtsbahnhof in der Statutarstadt entrollt, zwei davon entgleisten, wie auch der ORF berichtete. Dabei wurde die Oberleitung stark beschädigt, die Folge waren zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen. Auf der Aspangbahn wurde der Betrieb laut ÖBB am Dienstagnachmittag wieder aufgenommen.

21 Güterwagen waren entrollt, ursprünglich war von zwei die Rede gewesen. Der Verband sei gegen einen Prellbock gestoßen und habe in der Folge einen Oberleitungsmasten beschädigt, sagte ÖBB-Sprecher Christopher Seif auf Anfrage. Zwei Waggons entgleisten. Verletzt wurde bei dem Vorfall gegen 1.00 Uhr niemand. Die entgleisten Wagen wurden inzwischen entfernt.

Einhalten der Vorgaben zum Sichern wird geprüft

Im Zuge der Erhebungen zur Ursache wird auch geprüft, ob beim Abstellen und Sichern alle Vorgaben eingehalten wurden. Dafür sind Verschub-Mitarbeiter zuständig, die beteiligten Beschäftigten sollen nun befragt werden. Der Güterwagenverband soll laut “Kurier” mit insgesamt zehn Hemmschuhen gesichert gewesen sein, weshalb es sich nicht um Sabotage handeln dürfte.

Aufgrund der beschädigten Oberleitung waren am Montag Zugfahrten in Wiener Neustadt – einer der größten Bahndrehscheiben Österreichs – nur sehr eingeschränkt möglich. Tausende Passagiere waren von Ausfällen und Verzögerungen betroffen. Am späten Montagnachmittag wurde der Bahnverkehr wieder weitgehend aufgenommen. Die Sperre auf der Strecke der Aspangbahn zwischen Wiener Neustadt und Lanzenkirchen (Bezirk Wiener Neustadt) wurde am Dienstag um 15.00 Uhr wieder aufgehoben, informierte Seif.