USA attackierten iranische Radarstellungen

06.06.2026 • 02:14 Uhr

Das US-Militär hat im Bereich der Straße von Hormus vier iranische Drohnen abgewehrt und daraufhin im Iran Radarstationen zur Küstenüberwachung angegriffen. Die Kampfdrohnen hätten eine Bedrohung für die Schifffahrt dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf X mit. Die anschließenden Angriffe auf Radarstellungen auf der Insel Qeschm und im Ort Goruk habe man durchgeführt, um sich “gegen weitere Angriffe zu verteidigen”.

Eigentlich gilt seit fast zwei Monaten eine Waffenruhe in dem Krieg, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels gegen den Iran begonnen hatte. Jedoch kam es zuletzt immer wieder zu vereinzelten gegenseitigen Angriffen der Kriegsparteien. Parallel laufen zähe Verhandlungen für ein Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran, um den Krieg zu beenden.

Nach vorherigen Angriffen durch das US-Militär attackierte der Iran häufig mit den USA verbündete Golfstaaten wie Kuwait oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort gibt es auch Stützpunkte des US-Militärs.

Kuwait kauft Drohnenabwehrsysteme von den USA

Indes kauft der Golfstaat Kuwait bei den USA Abwehrsysteme gegen Drohnenangriffe ein. Man habe den Verkauf entsprechender Rüstungsgüter im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) genehmigt, teilte das US-Außenministerium mit. Hauptauftragnehmer sei das Unternehmen Anduril mit Sitz in Kalifornien. Wann das System geliefert werden soll, blieb zunächst unklar. Bei Rüstungsgeschäften geht es häufig um langfristige Beschaffungszeiträume.