USA lieferten erstmals seit 1977 Waffen nach Guatemala

22.09.2026 • 00:23 Uhr

Nach einem fast 50 Jahre langen Waffenembargo wegen Menschenrechtsverletzungen haben die USA erstmals wieder Militärausrüstung an Guatemala geliefert. Wie Guatemalas Präsident Bernardo Arévalo mitteilte, soll das Land Waffen und Ausrüstung im Wert von rund fünf Millionen US-Dollar (ca. 4,4 Millionen Euro) erhalten. Die Waffen sollen den Angaben zufolge im Kampf gegen die Drogenkartelle und zum Schutz der Bevölkerung eingesetzt werden. 

Die erste Lieferung besteht laut Medien aus M4-Gewehren, Maschinengewehren, Granatwerfern sowie Ausrüstung für nächtliche Spezialeinsätze. Die US-Waffenlieferungen an Guatemala waren 1977 während des internen Konflikts zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs eingestellt worden. Im Bürgerkrieg (1960 – 1996) kamen mindestens 200.000 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen indigene Zivilisten. Es gab zahlreiche von Soldaten verübte Massaker sowie Fälle sexualisierter Gewalt.