UVP-Revision in Sachen Heumarkt-Projekt zurückgewiesen

22.07.2026 • 09:53 Uhr
UVP-Revision in Sachen Heumarkt-Projekt zurückgewiesen

Das Bauprojekt der Wertinvest von Michael Tojner am Heumarkt in Wien braucht wohl eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die Revision eines diesbezüglichen Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) hat der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) zurückgewiesen. Laut Umweltorganisation Alliance For Nature sei die UVP durchzuführen, selbst wenn die UNESCO Wien von der Roten Liste streichen sollte.

Das Welterbekomitee tagt seit Sonntag in Busan (Südkorea). Das Bauprojekt, das das Areal Hotel Intercontinental/Eislaufverein/Konzerthaus umfasst, stößt seit Jahren auf Unmut der Welterbeschützer. Denn das Vorhaben beinhaltet auch Hochhaustürme, die den UNESCO-Experten trotz mehrfacher Abänderungen immer noch ein Dorn im Auge sind. Seit 2017 befindet sich das historische Zentrum Wiens deshalb auf der “Roten Liste” der Welterbestätten.

“Der Verwaltungsgerichtshof hat in seinen Entscheidungen (die der APA vorliegen, Anm.) ausdrücklich bestätigt, dass negative visuelle Auswirkungen des Projekts Heumarkt auf eine Reihe wichtiger Blickpunkte des Welterbes in Wien zur UVP-Pflicht des Projekts führen, dies sogar unabhängig davon, ob die Aberkennung des Welterbestatus droht oder nicht”, betonte Christian Schuhböck von der Umweltorganisation in einer Aussendung. Bemühungen, die UNESCO dazu zu bewegen, Wien von der Roten Liste der gefährdeten Welterbestätten zu nehmen, würden sich damit als vollkommen nutzlos erweisen, so Rechtsanwalt Piotr Pyka, der Alliance For Nature im Verfahren vertritt.