Warnung vor Gefahr durch Mähroboter

Jährlich müssen rund 920 Menschen wegen Verletzungen durch Rasenmäher im Spital behandelt werden. Eine potenzielle Verletzungsgefahr für Kinder und Tiere stellen vor allem die selbstfahrenden Mähroboter dar, warnten das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und der Österreichische Tierschutzverein am Freitag in einer gemeinsamen Aussendung.
Für die Orientierung ist ein Mähroboter mit Sensoren ausgestattet, die auf Hindernisse reagieren und erkennen sollen, wenn das Gerät angehoben oder gekippt wird. In diesem Fall sollte die Rotation der Klingen sofort stoppen. Kleine oder flache “Hindernisse” werden aber nicht immer ausreichend erkannt, hieß es von den beiden Organisationen.
Häufig Verletzungen an Händen oder Beinen
Kleinkinder sind durch Mähroboter besonders gefährdet, weil sie sich nahe am Boden bewegen und Gefahren nicht rechtzeitig erkennen oder richtig einschätzen können. In der Vergangenheit haben sich dadurch bereits schwere Unfälle ereignet. Verletzungen betreffen oft Füße und Hände. Kinder wie auch Haustiere sollten sich daher nicht unbeaufsichtigt im Garten aufhalten, wenn der Mähroboter seine Runden dreht.
“Der Markt für Mähroboter boomt: Damit steigt auch die Zahl der verletzten und getöteten Tiere. Diesen traurigen Trend können wir bestätigen”, erklärte Alexios Wiklund, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins. Besonders gefährdet sind nacht- und dämmerungsaktive Kleintiere wie Igel, Amphibien wie Frösche und Kröten, Reptilien wie Eidechsen und Blindschleichen, bodennahe Jungvögel sowie zahlreiche Insektenarten. Viele nachtaktive Wildtiere wie Igel sind in den Abend- und Nachtstunden in unseren Gärten auf Futtersuche. Um Tiere zu schützen, sollten Mähroboter zwischen 19.00 und 7.00 Uhr nicht eingesetzt werden, empfiehlt der Tierschutzverein.