Wegen Mordversuchs angeklagter Raser in Wels vor Gericht
In Wels steht am Dienstag ein 30-jähriger Autoraser wegen Mordversuchs und weiterer Delikte vor Gericht. Der Deutsche hatte am Februar auf der Welser Autobahn (A25) eine Polizeisperre missachtet und soll in einem Baustellenbereich mit 150 km/h ungebremst und ohne Ausweichversuch auf einen Arbeiter zugefahren sein. Dieser bemerkte dank des Folgetonhorns der Polizei die Gefahr und konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen.
In weiterer Folge lieferte sich der Angeklagte eine wilde, 160 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei, die bis nach Altlengbach (Bezirk St. Pölten) in Niederösterreich führte. Laut Anklage soll er auf der Fahrt immer wieder versucht haben, Streifenwagen von der Straße abzudrängen. Dadurch habe er neun Beamte sowie weitere Verkehrsteilnehmer gefährdet. An den Einsatzfahrzeugen entstand ein Schaden von mehr als 25.000 Euro. Den Vorfall mit dem Bauarbeiter wertet die Staatsanwaltschaft als versuchten Mord. Ein Urteil ist für Dienstagabend geplant.