Weitere Ladungen im Pilnacek-U-Ausschuss

18.09.2026 • 12:46 Uhr
Weitere Ladungen im Pilnacek-U-Ausschuss

Die FPÖ hat vier weitere Auskunftspersonen in den Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek geladen. Darunter befinden sich die Kabinettschefin von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und drei Polizeibeamte, die in der Todesnacht des einstigen Justiz-Sektionschefs im Dienst waren. Zuvor soll aber noch ÖVP-Polit-Prominenz befragt werden, darunter Bundeskanzler Christian Stocker, Karner selbst sowie dessen Vorgänger im Ministerium, Wolfgang Sobotka.

Noch insgesamt fünf Sitzungen sind für den U-Ausschuss, der die behördlichen Ermittlungen zum Tod von Christian Pilnacek beleuchten soll, angesetzt. Die nächste ist für den 7. Oktober anberaumt. Wann genau die geladenen prominenten ÖVP-Politiker tatsächlich erscheinen sollen, ist noch unklar. Eine Verlängerung des U-Ausschusses hielt FPÖ-Fraktionsführer Christian Hafenecker, dessen Partei den Ausschuss verlangt hatte, zuletzt zwar grundsätzlich für möglich. Abzusehen ist dies aber derzeit nicht.

Geisterfahrt wird Thema

Im neuen FPÖ-Verlangen, das am Donnerstag nach der Befragung eingebracht wurde, finden sich neben Karners Kabinettschefin noch drei Polizeibeamte, darunter ein Oberst und zwei Gruppeninspektoren des Landespolizeikommandos Niederösterreich. Letztere hatten konkret mit der Geisterfahrt des einstigen Justiz-Sektionschefs zu tun, wie aus dem der APA vorliegenden Verlangen hervorgeht. Diese hatte Stunden vor dem Fund des Leichnams in einem Seitenarm der Donau stattgefunden.

Aufgrund des wie zumeist überbordenden Pools an möglichen Auskunftspersonen ist es allerdings unwahrscheinlich, dass überhaupt alle Befragungen stattfinden können. Am 3. November ist das Ende der Beweisaufnahme geplant, bevor die einzelnen Fraktionen ihre Abschlussberichte zum U-Ausschuss verfassen.