Weiterer Sprengstofffund im Nussensee in Bad Ischl

08.08.2026 • 11:20 Uhr
Weiterer Sprengstofffund im Nussensee in Bad Ischl

Nachdem Ende Juli bereits Sprengstoff und Kriegsschrott aus dem ausgetrockneten Nussensee in Bad Ischl (Bezirk Gmunden) aufgetaucht waren, hat der Entminungsdienst Freitagnachmittag abermals ausrücken müssen. Ein Tiroler hatte vier TNT-Blöcke mit insgesamt acht Kilogramm Sprengstoff gefunden. Der Entschärfungsdienst stellte das explosive Gut sicher und vernichtete es. Die Polizei warnte vor möglichen weiteren Funden.

Durch die anhaltende Trockenheit sank der Wasserspiegel des rund 15 Meter tiefen Nussensees schon vor rund einer Woche um fünf auf zehn Meter ab. Nach dem ersten Fund des nach dem Zweiten Weltkrieg im See versenkten Kriegsmaterials hatte die Bezirkshauptmannschaft Gmunden vorläufig ein Platzverbot erteilt. In dieser Zeit hatten sprengstoffkundige Experten des Entschärfungsdienstes des Bundesheeres den Bereich abgesucht und nochmals zwei Stück Ein-Kilo-Sprengsätze TNT sowie Hunderte Zünder, Schrauben und zwei Stielhandgranaten gefunden und gesichert.

Die Polizei warnte nach dem zweiten Fund vor möglichen weiteren gefährlichen Entdeckungen rund um den ausgetrockneten See. Bei verdächtigen Gegenständen solle umgehend die Polizei kontaktiert werden. Die Funde niemals berühren, es bestehe Explosionsgefahr, warnte die Exekutive in einer Presseaussendung am Samstag.