Weltgrößte private Van-Gogh-Sammlung zeigt ihre Schätze

Glaube, Liebe, Hoffnung – für Vincent van Gogh spielten die drei göttlichen Tugenden immer eine wichtige Rolle. Nun präsentiert das niederländische Kunstmuseum Kröller-Müller nordwestlich von Arnheim anhand dieser Werte sämtliche 88 Gemälde des Malgenies (1853-1890) aus dem eigenen Fundus gleichzeitig in einer Ausstellung. Das ist zwar nur ein vergleichsweise kleiner Teil des künstlerischen Gesamtschaffens Van Goghs, beinhaltet jedoch einige seiner bekanntesten Werke.
Schließlich nennt das Museums im Nationalpark De Hoge Veluwe nahe der Ortschaft Otterlo (Provinz Gelderland) die größte private Sammlung von Werken Van Goghs sein Eigen. Zusammengetragen hatte sie die deutsch-niederländische Kunstsammlerin Helene Kröller-Müller (1869-1939). Dass alle 88 Gemälde der Sammlung in einer einzigen Ausstellung gezeigt werden, komme selten vor, teilte das Museum mit.
Die drei Tugenden des Van Gogh
Van Gogh habe die drei Tugenden unter anderem 1876 in einer Predigt erwähnt, die er als Theologiestudent hielt. Obwohl er sich später auf Anraten seines Bruders Theo für die Kunst entschieden habe, sei der Maler diesen Werten treu geblieben und habe sie in seinen Bildern zum Ausdruck gebracht.
Zu den Besonderheiten der Ausstellung gehöre, dass Van Goghs berühmtes Gemälde “Brücke in Arles” nicht nur betrachtet, sondern auch “ertastet und akustisch erkundet” werden könne: “Ein spezielles Tastmodell eröffnet einen ganz neuen Zugang zu dem Kunstwerk, sodass auch Besucher mit einer Sehbehinderung das Gemälde erleben und die Brücke mit ihren Händen erkunden können.”
(S E R V I C E – )