Wenige Änderungen auf der Corona-Ampel

19.05.2022 • 17:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die Entwicklung der Corona-Pandemie ist zwar noch günstig, doch gibt es erstmals seit Wochen auch wieder einmal negative Aspekte. Mit Tirol hat ein Bundesland diesmal eine höhere Risikozahl als noch vor einer Woche, u.a. da die Infektionszahlen gestiegen sind. Damit bleibt man auf der Corona-Ampel im orangen Sektor des “hohen Risikos”. Gleiches gilt für das Burgenland, während Kärnten nun wie die anderen Länder “gelb” ist, dort herrscht also “mittleres Risiko”.

Der entsprechende Beschluss der zuständigen Kommission fiel diesmal einstimmig, nachdem zuletzt Tirol auf eine Gelb-Färbung gedrängt hatte. Ab Risikozahl 50 ist man in der “gelben Zone”, ab 100 in der “roten” des Höchstrisikos. Tirol stieg diese Woche von 55,6 auf 67,9. Die niedrigste Risikozahl hat Wien mit 34.

Dies klingt im ersten Moment paradox, da die Bundeshauptstadt gleichzeitig die höchste rohe Fallzahl hat. Doch werden bei der Farbgebung auch andere Faktoren wie die Testfreudigkeit bzw. Positivitätsrate beachtet. Wien hat hier mit gut 39.000 Tests auf 100.000 Einwohner weiter die deutlich höchste Zahl. In Tirol sind es gerade einmal mehr als 3.000 auf 100.000 Einwohner. In der Bundeshauptstadt waren dann auch nur 1,1 Prozent aller Tests positiv, in Tirol 11,5, was einen deutlichen Anstieg der Positivitätsrate von zuletzt 8,7 Prozent abbildet.

Der Rückgang der Fallzahlen in der vergangenen Woche lag zwischen zwölf und 22 Prozent. Ausreißer war Tirol mit einem Plus von drei Prozent. Mit Reutte liegt auch der Bezirk mit der höchsten Inzidenz in Tirol. Hartberg-Fürstenfeld ist der Bezirk mit der niedrigsten.

Die Kommission stellte in einer Aussendung erneut eine moderate Risikoreduktion in der Mehrheit der Bundesländer fest. Weiterhin würden leichte Abwärtstrends des Infektionsgeschehens und des Spitalsbelages prognostiziert, allerdings seien auch moderate Anstiege möglich. Empfohlen werden häufigere Sequenzierungen im Zusammenhang mit dem Auftreten relativ neuer Varianten namens BA.4/BA.5 sowie BA.2.12. Diese als besorgniserregend eingestuften Varianten seien in einigen Regionen der Welt bereits dominant bzw. stünden kurz davor. In Österreich seien sie nach wie vor erst in geringem Ausmaß detektiert.