Wieder Tanker in Straße von Hormuz angegriffen

In der Straße von Hormuz ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem “unbekannten Geschoss” getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Dabei sei der Maschinenraum beschädigt und das Schiff manövrierunfähig gemacht worden. Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.
Der Vorfall ereignete sich neun Seemeilen (rund 17 Kilometer) nordöstlich des Ortes Ash Shishah.
Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die Meerenge immer noch weitestgehend. Die Straße von Hormuz ist eine wichtige Passage für Öl-, Gas- und Düngerexporte aus den Staaten am Persischen Golf. Dies hat Folgen für die ganze Weltwirtschaft. Teheran verlangt, dass Schiffe ausschließlich eine vom Iran festgelegte Route entlang der eigenen Küste nehmen und hatte wiederholt erklärt, nur die von Teheran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.
Die Straße von Hormuz ist inzwischen der zentrale Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Vor dem Krieg war die Meerenge für den Schiffsverkehr offen.