Wien und Niederösterreich verrechnen Flugrettung direkt

Die Finanzierung der Flugrettung in der Ostregion wird neu geregelt. Wien und Niederösterreich haben sich auf einen neuen Abrechnungsmodus geeinigt. Künftig werden die Einsätze des in Wien stationierten Rettungshubschraubers “Christophorus 9” zwischen Wien und Niederösterreich nach Flugminuten abgerechnet. Bisher trugen die beiden Länder jeweils die Hälfte der Kosten.
Die neue Vereinbarung wurde am Donnerstag von der niederösterreichischen Gesundheitslandesrätin Eva Prischl (SPÖ), Finanzlandesrat Anton Kasser (ÖVP) und dem Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) präsentiert. Eine Evaluierung habe gezeigt, dass rund 80 Prozent der Einsätze in Niederösterreich und nur etwa 20 Prozent in Wien liegen würden, hieß es. Nach sehr intensiven Gesprächen habe man sich nun auf eine Änderung geeinigt, berichtete Hacker.
Übergangsregelung bis 2028
Diese werde für eine fairere Abgeltung sorgen, zeigte sich Prischl überzeugt. Die Kosten werden von den beiden Ländern nach der tatsächlich geflogenen Zeit beglichen. Der neue Modus tritt ab 2028 in Kraft. Bis dahin gibt es eine Übergangsregelung. Laut Landesrat Kasser wird Niederösterreich im kommenden Jahr 500.000 Euro zusätzlich beisteuern.
Der Wiener Rettungshubschrauber fliegt seit 2011 im Auftrag der beiden Bundesländer Einsätze. Die Maschine und die Piloten werden vom ÖAMTC zur Verfügung gestellt. Die Flugretter bzw. Notärzte kommen von der Wiener Berufsrettung bzw. vom Wiener Gesundheitsverbund.