Zwei israelische Soldaten im Südlibanon getötet

Im Süden des Libanons sind nach Angaben des israelischen Militärs zwei seiner Soldaten ums Leben gekommen. Auch mindestens ein Libanese sei bei israelischen Vergeltungsangriffen getötet worden, teilten die libanesischen Behörden am Donnerstag mit. Die Vorfälle ereigneten sich demnach bereits am Mittwoch und fallen zusammen mit einer neuen Verhandlungsrunde zwischen Israel und dem Libanon in Rom, an der die radikal-islamische Hisbollah im Libanon jedoch nicht beteiligt ist.
Israelischen Medienberichten zufolge wurden die Soldaten durch die Detonation eines Sprengsatzes getötet. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden, als es in einem Gebäude, das sie im Rahmen einer Sicherheitsdurchsuchung betreten hätten, zu einer Explosion gekommen sei. In einer Erklärung zum Tod der Soldaten erwähnte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz weder die Hisbollah, noch sprach er von einem Verstoß gegen die Waffenruhe. Das lässt vermuten, dass Israel die Lage nicht eskalieren will.
Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte, bei einem israelischen Angriff auf die Stadt Tibnin im Süden seien eine Person getötet und zwölf weitere verletzt worden. Das israelische Militär hatte am Mittwoch mit erneuten Angriffen im Südlibanon begonnen. Als Grund nannte es eine Verletzung der Waffenruhe durch die Hisbollah-Miliz im Libanon, die mit dem Iran verbündet ist.
Israel und der Libanon hatten sich im Juni auf eine von den USA vermittelte Sicherheitsvereinbarung geeinigt, die die Feindseligkeiten entlang der Grenze eindämmen soll. Israel hat jedoch erklärt, es werde trotz der vereinbarten Waffenruhe eine Sicherheitszone im Südlibanon aufrechterhalten. Dort sind weiterhin israelische Truppen im Einsatz. Damit solle die Bedrohung durch die Hisbollah-Miliz beseitigt werden.