Zwei Jugendliche in Venedigergruppe in Bergnot

19.08.2026 • 10:26 Uhr
Zwei Jugendliche in Venedigergruppe in Bergnot

Die Bergrettung hat in der Nacht auf Mittwoch in der Venedigergruppe im Salzburger Pinzgau zwei in Not geratene Jugendliche geborgen. Die beiden gut ausgerüsteten 17-jährigen Burschen aus Hallein und der Stadt Salzburg wollten zwischen der Neuen Fürther Hütte und St. Pöltner Hütte am Berg in ihrem Zelt übernachten. Weil sie keinen geeigneten Platz zum Biwakieren fanden, setzten sie um 19.30 Uhr im strömenden Regen beim Sandebentörl (2.751 Meter) einen Notruf ab.

“Sie waren unverletzt, konnten aber weder vor noch zurück. Ihnen war kalt, und sie waren nass”, teilte Einsatzleiter Gerfried Walser von der Bergrettung Mittersill mit. Der Hüttenwirt der Neuen Fürther Hütte – selbst Bergretter – und ein auf der Hütte anwesender zweiter Bergretter stiegen sofort zu den beiden Jugendlichen auf und fanden sie rund 30 Meter unterhalb des Steiges. Der Einsatzleiter hatte ihnen zuvor am Handy erklärt, dass sie Schutz unter einem großen Stein suchen und für den Wärmeerhalt sorgen sollen. “Sie waren gut ausgerüstet, hatten auch Biwaksack und Rettungsdecke dabei”, sagte Walser. Gemeinsam machten sich die beiden 17-Jährigen und die zwei Helfer auf den Weg zur Neuen Fürther Hütte.

Parallel machten sich weitere Bergretter zu Fuß auf den Weg zu den Jugendlichen auf. Zugleich brachte ein Polizeihubschrauber Helfer auf den Berg – solange und so hoch, wie es das zunehmend schlechter werdende Wetter erlaubte. Die Bergretter stießen auf das absteigende Quartett und begleiteten es zur Hütte, wo die leicht unterkühlten Jugendlichen nach einem Gesundheitscheck versorgt wurden. Beide verbrachten die Nacht auf der Hütte und wollten am Mittwoch ihr am Berg verbliebenes Gepäck holen. Insgesamt standen 18 Bergretter im Einsatz, der erst gegen 2.00 Uhr endete.