Zwei Tote bei Absturz von Kleinflugzeugen in NÖ
Eine Kollision zweier Kleinflugzeuge in rund 350 Metern Höhe in der Nähe des Flugplatzes Krems-Gneixendorf hat am Montag zwei Todesopfer gefordert. Die Piloten im Alter von 36 und 70 Jahren – beide aus Niederösterreich – kamen laut Polizeisprecher Johann Baumschlager ums Leben. Die beiden Maschinen gerieten in Brand und wurden von der Feuerwehr gelöscht, rund 160 Einsatzkräfte rückten in Summe aus. Die Ursachenermittlung wurde vom Landeskriminalamt übernommen.
Der Zusammenstoß hatte sich gegen 9.15 Uhr ereignet. Involviert waren nach Angaben von Gernot Rohrhofer von der Freiwilligen Feuerwehr Krems zwei Ultraleichtflugzeuge. Eines dürfte als Zugmaschine einen Segelflieger in die Höhe befördert haben und nach dessen Ausklinken eine Kurve geflogen sein, berichteten Polizei und Feuerwehr der APA. Das zweite involvierte Kleinflugzeug startete indes und krachte in die Zugmaschine. Der in die Luft beförderte Segelflieger war in den Unfall nicht verwickelt und landete sicher.
Flugzeugteile in Weingärten verstreut
Beim Eintreffen der Feuerwehr am Einsatzort etwa 1,5 Kilometer nordöstlich des Flugplatzes Krems-Gneixendorf standen beide Wracks in Flammen, berichtete Rohrhofer in einer Aussendung. “Flugzeugteile lagen über mehrere hundert Meter verstreut in mehreren Weingärten.”
Für die beiden Piloten der kollidierten Maschinen kam jede Hilfe zu spät. Weil unklar war, ob das mit Pyrotechnik versehene ballistische Selbstrettungssystem der Flugzeuge ausgelöst hatte, mussten sich die Helfer zurückziehen und das Eintreffen des Entschärfungsdienstes abwarten. In weiterer Folge wurden auch Wasserwerfer eingesetzt. Zur Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr mit Einbahnregelung eingerichtet.
Acht Feuerwehren standen mit 115 Mitgliedern und 32 Fahrzeugen im Einsatz. Ebenfalls ausgerückt waren Polizei und Rotes Kreuz, auch der Notarzthubschrauber “Christophorus 2” war angefordert worden. Die Unfallursache wird vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Leib/Leben sowie Tatortgruppe, erhoben. Involviert ist auch die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes.