Zwei Männer bei Badeunfällen in Wien gestorben

Gleich zwei tödliche Badeunfälle haben sich am Sonntag in Wien in der Alten Donau im Bereich des Gänsehäufels ereignet. Ein 39-jähriger Schwimmer geriet am Nachmittag in Not und versank im Wasser. Wenige Stunden später fiel ein 23-Jähriger von einem Partyboot in die Alte Donau und konnte nicht mehr gerettet werden. Beide Männer wurden von Tauchern der Berufsfeuerwehr Wien geborgen, verstarben jedoch trotz oder nach den Rettungsmaßnahmen, berichtete die Polizei am Montag.
Der erste Unfall ereignete sich gegen 15.50 Uhr. Der 39-Jährige geriet beim Schwimmen in Not und verschwand von der Wasseroberfläche. Seine Ehefrau alarmierte umgehend die Einsatzkräfte. Taucher der Berufsfeuerwehr Wien bargen den Mann aus rund drei Metern Tiefe und übergaben ihn der Wiener Berufsrettung. Trotz umfangreicher notfallmedizinischer Versorgung konnte sein Leben nicht gerettet werden. Die Angehörigen wurden von der Akutbetreuung betreut.
Zu dem zweiten Unfall kam es gegen 18.55 Uhr. Ein 23-Jähriger fiel von einem Partyboot ins Wasser und riss dabei eine weitere Person mit sich. Diese konnte sich selbstständig zurück an Bord retten. Der junge Mann ging jedoch unter und wurde rund eine Stunde später von Tauchern der Berufsfeuerwehr Wien geborgen. Eine Notärztin konnte nur mehr seinen Tod feststellen. Freunde und Angehörige wurden ebenfalls von der Akutbetreuung betreut.
Allgemeine Bade- und Erste-Hilfe-Tipps
Um Badeunfällen allgemein vorzubeugen, raten Expertinnen und Experten zu Schwimmkursen für Kinder und gegebenenfalls auch für Erwachsene. Die Baderegeln sollten beachtet werden und nicht allein oder unter Substanzbeeinträchtigung ins Wasser gegangen werden, hieß es auf APA-Anfrage bei der Berufsrettung Wien. Kinder sollten am und im Wasser nie unbeaufsichtigt sein, speziell “Kleinkinder müssen immer in Reich- und Sichtweite sein”, wurde betont. Kinder verunfallen besonders häufig lautlos und unbemerkt. Sie fallen oft mit dem Gesicht voran ins Wasser und können sich aufgrund ihrer motorischen Entwicklung möglicherweise noch nicht selbst aus dieser Lage befreien.
Kommt es zu einem Unfall, ist es wichtig, Hilfe zu holen. Helferinnen oder Helfer ohne profunde Ausbildung sollten nicht unterschätzen, dass sie ohne Schwimmhilfe wie Luftmatratze oder Surfbrett möglicherweise bereits erschöpft beim Opfer ankommen. Wenn das Opfer noch bei Bewusstsein ist, laufen Helfer außerdem Gefahr, selbst unter Wasser gezogen zu werden. Ist der Verunglückte aus dem Wasser geborgen und keine Atmung feststellbar, muss den Lungen zunächst mit Mund-zu-Mund-Beatmung Luft zugeführt werden.
Wenn nach fünf Beatmungen kein Lebenszeichen vorhanden ist, wird zusätzlich mit der Herzdruckmassage begonnen. Eine weitere Person soll gleichzeitig die Rettung verständigen. “Bei Wiederbelebungsmaßnahmen kann man nichts falsch machen”, wurde seitens der Berufsrettung betont. Je später damit begonnen werde, umso größer ist die Gefahr eines Hirnschadens durch Sauerstoffunterversorgung.