Zwölf Tote bei Waldbränden in Algerien
Bei Waldbränden in Algerien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Wie das Innenministerium und der Zivilschutz mitteilten, wurden dutzende weitere Menschen bei den Bränden im Nordosten des Landes verletzt. Weil die Flammen Wohngebiete bedrohten, mussten auch zahlreiche Menschen ihre Häuser verlassen.
Innenminister Saïd Sayoud sagte im staatlichen Fernsehen, fünf Todesfälle seien in der Provinz Jijel registriert worden, vier in der Provinz Béjaïa und drei in der Provinz Tizi Ouzou. In der Stadt Souk El Tenine in Béjaïa wurden seinen Angaben zufolge 54 Menschen mit Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert, darunter sechs Schwerverletzte.
Evakuierungen in mehreren Provinzen
Evakuierungen gab es nach Zivilschutzangaben in mehreren Provinzen, darunter Béjaïa und Jijel. Am Abend kämpfte die Feuerwehr demnach noch gegen 69 aktive Brände, davon allein 18 in Béjaïa. In Jijel flohen panische Menschen vor dichtem Rauch und Flammen in ein Postamt, wie das Onlineportal Jijel News berichtete. Nach Angaben der Polizei mussten drei wichtige Verbindungsstraßen im Nordosten Algeriens in der Nähe der Städte Béjaïa, Jijel und Sétif wegen der Brände gesperrt werden.
Algerien wird jeden Sommer von Waldbränden heimgesucht. Der Klimawandel verschärft die Lage: Immer häufigere und intensivere Hitzewellen und Dürren trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände. Im Juli 2023 waren mehr als 30 Menschen bei Bränden ums Leben gekommen, die in der Provinz Béjaïa tausende Hektar Wald- und Ackerland sowie hunderte Häuser zerstörten.