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Untreuevorwurf gegen Unternehmer aus dem Unterland

06.03.2026 • 13:22 Uhr
Untreuevorwurf gegen Unternehmer aus dem Unterland
Prozess am Landesgericht Feldkirch. NEUE

Im Prozess geht es um eine Bankgarantie in der Höhe von 60.000 Euro, die der 47-jährige Alleingesellschafter und Geschäftsführer zu Unrecht gezogen haben soll.

Wegen des Verdachts der Untreue musste sich am Donnerstag ein 47-jähriger türkischer Staatsbürger am Landesgericht Feldkirch verantworten. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch legte dem Alleingesellschafter und Geschäftsführer aus dem Unterland zur Last, im August des vergangenen Jahres seine Befugnisse über eine Bankgarantie in der Höhe von 60.000 Euro wissentlich missbraucht zu haben, in dem er diese zugunsten seines Unternehmens einlöste.

Rückbauvereinbarung

Ausgangspunkt ist ein vom Angeklagten gepachtetes Geschäftslokal, das zunächst als Lebensmittelgeschäft geführt und später unterverpachtet wurde. Zwischen den Vertragsparteien bestand eine Rückbauvereinbarung, zur Absicherung war eine Bankgarantie hinterlegt worden, die der Mann zu Unrecht gezogen haben soll.

Unklare Vertragslage

Die Verteidigung sprach von einer unklaren Vertragslage. Sein Mandant sei davon ausgegangen, dass ihm das Geld zustehe, weil das Objekt nicht im vereinbarten Zustand zurückgegeben worden sei. Ein vorsätzliches Fehlverhalten liege nicht vor, vielmehr handle es sich um eine zivilrechtliche Streitigkeit. Die Verteidigung regte eine diversionelle Erledigung an.

Geldbuße

Der 47-Jährige wies die Vorwürfe zurück, übernahm aber Verantwortung für Fehler, insbesondere für mündliche Vereinbarungen. Es tue ihm leid, wie die Angelegenheit verlaufen sei. Richter Alexander Wehinger gewährte dem bislang unbescholtenen Angeklagten eine Diversion. Der vierfache Vater muss nun eine Geldbuße von 1800 Euro sowie 500 Euro als symbolische Schadenswiedergutmachung zahlen. Macht er das rechtzeitig, wird das Verfahren eingestellt.