Vorarlberg

Liquiditätsengpass und schwache Nachfrage zwingen Baufirma im Leiblachtal in die Knie

18.03.2026 • 10:29 Uhr
Liquiditätsengpass und schwache Nachfrage zwingen Baufirma im Leiblachtal in die Knie
Ein konkretes Bauprojekt im Leiblachtal war am Ende mit für die Insolvenzeröffnung ausschlaggebend. symbolbild/hartinger

Insolvenzverfahren über Baumeisterunternehmen aus Lochau eröffnet.

Am Mittwoch ist über das Vermögen der M Bau GmbH aus Lochau ein Konkursverfahren eröffnet worden. Darüber informierten der Alpenländische Kreditorenverband und der Kreditschutzverband 1870. Die beiden Geschäftsführer sind Martin Mangold und Christof Lintschinger-Mangold.

Die Höhe der Verbindlichkeiten beträgt rund 90.000 Euro. Dienstnehmer sind nicht von der Insolvenz betroffen. Die M Bau GmbH ist als Generalunternehmen und Baumeisterin tätig. Sie ist Teil der Mangold-Unternehmensgruppe und als solche „Schwester“ der Mangold Bau GmbH.

Über dieses Unternehmen wurde Anfang Dezember 2025 ein Sanierungsverfahren eröffnet. Zuletzt sei die Schuldnerin bei einem Bauprojekt in Hörbranz tätig gewesen, bei dem es zu Bauverzögerungen und Liquiditätsengpässen gekommen sei. Darüber hinaus kämpfe die Schuldnerin mit der schwachen Nachfrage am Immobilienmarkt, gab das Unternehmen an. Ein außergerichtlicher Ausgleich mit den Gläubigern sei nicht zustandgekommen. Deshalb wurde auf Eigenantrag das Insolvenzverfahren eröffnet.

Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Lukas Pfefferkorn aus Dornbirn bestellt. Er wird kurzfristig darüber entscheiden müssen, ob die M Bau GmbH weitergeführt werden kann. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung findet am 28. Mai 2026 am Landesgericht Feldkirch statt. Gläubigerforderungen können bis zum 14. Mai angemeldet werden.

(NEUE Vorarlberger Tageszeitung)