Razzia der Finanzpolizei: Elf Übertretungen auf Vorarlberger Baustellen

Bundesweit deckte das Amt für Betrugsbekämpfung 546 Fälle von Lohndumping, Schwarzarbeit und weiteren Delikten auf. Auch in Vorarlberg wurden die Beamten fündig.
Im Rahmen einer europaweit koordinierten Schwerpunktaktion im Baubereich hat die Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung österreichweit an 285 Einsatzorten kontrolliert und dabei 586 Unternehmen sowie rund 2000 Dienstnehmer überprüft. Im Zuge dieser Kontrollen stellten die Beamten nicht weniger als 546 Übertretungen fest, wie das Bundesfinanzministerium am Freitag per Aussendung mitteilte. Diese reichten von Verstößen gegen Lohn- und Sozialdumpingbestimmungen (268 Fälle) über Schwarzarbeit (161 Anzeigen) bis hin zu fehlenden Arbeitszeitaufzeichnungen (50 Fälle) und illegaler Ausländerbeschäftigung (35 Anzeigen).
Kontrollen auf zehn Baustellen in Vorarlberg
Auf Anfrage der NEUE teilte eine Mediensprecherin des Ministeriums mit, dass auch in Vorarlberg an zehn Orten kontrolliert wurde. Dabei nahmen die Beamten gegen Betrugsbekämpfung 18 Betriebe und 55 Dienstnehmer – davon 17 Österreicher, 20 EU-Staatsbürger und 18 Drittstaatenangehörige – unter die Lupe.
Festgestellt dabei insgesamt zehn Übertretungen nach dem Lohn- und Sozialdumpingsgesetz (LSD-BG) sowie eine Übertretung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG). Besonders herausstechende Fälle konnte das Ministerium aus Vorarlberg nicht mitteilen.

“Betrugsbekämpfung ist im Interesse der redlichen Unternehmen und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit. Daher gilt: Null Toleranz für Steuer- und Abgabenbetrug”, wird Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) in der zugehörigen Aussendung zitiert.
(NEUE Vorarlberger Tageszeitung)