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Wettbewerb entschieden: So wird das neue ASZ am Kummenberg aussehen

10.08.2026 • 18:00 Uhr
Wettbewerb entschieden: So wird das neue ASZ am Kummenberg aussehen

Siegerentwurf überzeugte mit klarer Verkehrsführung, funktionaler Organisation und einem markanten, zugleich zurückhaltenden Baukörper – acht Büros bzw. Arbeitsgemeinschaften waren geladen.

Wie das gemeinsame Abfallsammelzentrum (ASZ) von Altach, Götzis, Hohenems, Koblach und Mäder einmal aussehen soll, ist nun entschieden. Acht Projekte wurden für den geladenen Architekturwettbewerb eingereicht. Den ersten Platz vergab das Preisgericht einstimmig an den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Nadler-Kopf Architekturbüro und Zaffignani Architektur. Auf Rang zwei landete Bernardo Bader, Platz drei ging an MW Architekten. Gebaut werden soll das ASZ im Bereich Kobel in der Marktgemeinde Götzis, direkt beim Kreisverkehr Buch an der L 190 und der L 203. Der Standort gilt aufgrund seiner Lage als „Tor zu Götzis“. Entsprechend spielte neben Funktionalität und Wirtschaftlichkeit auch die architektonische Qualität eine wesentliche Rolle.

Wettbewerb entschieden: So wird das neue ASZ am Kummenberg aussehen
Der Siegerentwurf der Architektengemeinschaft Nadler-Kopf/Zaffignani. Nadler-Kopf/Zaffignani.

Das sagt die Fachjury

Das Siegerprojekt sieht einen langen, schmalen Baukörper parallel zur Landesstraße vor. Prägend ist das Zusammenspiel aus filigranen Betonstützen und einem weit auskragenden Dach. Zur Straße hin öffnet sich die Sägezahnrampe, über die Abfälle in die darunter angeordneten Container entsorgt werden können.

Zur Hangseite präsentiert sich das Gebäude dagegen weitgehend geschlossen. Besonders positiv bewertet die Jury die Gestaltung des Außenraums und den Bezug zur gegenüberliegenden denkmalgeschützten Tankstelle. Durch die Absenkung der nördlichen Rampe werden die Container weitgehend dem direkten Blick von der Straße entzogen. Das Gebäude soll dadurch trotz seiner Größe zurückhaltender wirken.

Auch die Organisation des neuen ASZ überzeugte das Preisgericht unter dem Vorsitz von Ursula Ender. Die Einfahrt liegt an der Ostseite, die Ausfahrt an der Westseite. Dadurch entsteht laut Jury eine übersichtliche Verkehrsführung mit einer klaren Trennung unterschiedlicher Funktionen. Die Salzsilos können unabhängig vom regulären Betrieb genutzt werden, heißt es.

Noch Änderungen nötig

Ganz ohne Nachbesserungen geht das Siegerprojekt allerdings nicht in die weitere Planung. Die Jury empfiehlt unter anderem, den vorgesehenen Einsatz von Polycarbonat bei Dach und Südfassade aus ökologischen Gründen zu überprüfen. Auch die Salzsilos sollen gestalterisch stärker als Landmarke ausgearbeitet werden. Änderungen werden zudem bei der Glasentsorgung, den Besucherparkplätzen sowie bei Lager und Technik angeregt.
Mit dem Siegerbüro folgt nun das vorgesehene Verhandlungsverfahren. Nach dem bisherigen Zeitplan soll die Planung im Herbst 2026 beginnen. Die Fertigstellung des gemeinsamen Abfallsammelzentrums ist für Herbst 2028 anvisiert.

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Der Entwurf von Barnardo Bader Architekten landete auf dem zweiten Platz. Barnardo Bader
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MW Architekten errangen den dritten Platz. MW ARchitekten