Sport

Jeder kriegt, was er verdient

20.09.2026 • 08:00 Uhr
Jeder kriegt, was er verdient
Dietmar Stiplovsek

Ein Kommentar von NEUE-Sportchef Hannes Mayer zum Derby zwischen Austria Lustenau und dem SCR Altach.

Kommentar. So sehr die Lustenauer mit ihrem Derbysieg aufgezeigt haben, so sehr gilt es, die Altacher zu hinterfragen. Die Rheindörfler gehen als Schlusslicht in die lange Länderspielpause – und man fragt sich, wie es die Altacher schaffen, sich immer und immer wieder in solche Situationen zu manövrieren, wo sie doch so große Möglichkeiten haben. Und wo sie doch Jahr für Jahr nach den erzitterten Klassenerhalten betonen, dass sie verstanden hätten. In Wahrheit ändert sich zu wenig.
Trainer Ognjen Zaric hielt nach der Derbyniederlage im Sky-Interview mal wieder fest, dass er im Sommer auf Probleme hingewiesen hätte. Er hat es nicht ausgesprochen, aber natürlich zielte er auf den Torjäger ab, den er sich gewünscht, aber nicht bekommen hat – und wofür sie jetzt beim SCRA Woche für Woche den Preis zahlen. Als Sportdirektor Philipp Netzer mit der Zaric-Aussage konfrontiert wurde, rutschte ihm ein verärgertes „das nehme ich so zur Kenntnis“ heraus.
Netzer war danach bemüht, die Wogen zu glätten, und wer ihn kennt, der weiß, dass das keine Lippenbekenntnisse waren. Aber in Altach wird sich was ändern müssen – und bei diesen Veränderungen würde just die Austria als Vorbild dienen. Was dort die Verantwortlichen um Sportdirektor Dieter Alge in Abstimmung mit Trainer Markus Mader mit ihren bescheidenen Mitteln auf die Beine gestellt haben, ist beeindruckend. Gestern haben sich die Grün-Weißen mit dem Derbysieg belohnt. So kriegt eben jeder, was er verdient.