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“Extreme Bewegung” am Markt

07.07.2020 • 18:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die IMA Schelling Austria hat ihren Sitz in Schwarzach. <span class="copyright">IMA Schelling Group</span>
Die IMA Schelling Austria hat ihren Sitz in Schwarzach. IMA Schelling Group

Juni lief bei Schelling besser als erwartet.

Die IMA Schelling Austria GmbH in Schwarzach, ein Tochterunternehmen der IMA Schelling Group GmbH, sieht sich derzeit mit „extremen Bewegungen“ am Markt konfrontiert. Das erklärte Stefan Gritsch, Geschäftsführer der IMA Schelling Group GmbH, im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com. „Im April und Mai war die Situation sehr schwierig. Im Juni aber wurde es überraschenderweise deutlich besser. Wir gingen eigentlich davon aus, dass es länger zäh bleibt.“

Prognosen fast unmöglich

llerdings lasse sich daraus keine Einschätzung über die Entwicklung in den kommenden Monaten ableiten. „In der aktuellen Situation muss man einfach immer von Überraschungen ausgehen, Prognosen sind fast unmöglich. Wir beobachten die Situation sehr genau, um rasch reagieren zu können“, so Gritsch. Das Problem sei nämlich auch, dass sich die Volatilität nicht auf einzelne Länder oder Branchen festmachen lasse. „Das hängt mitunter sehr von unseren Kunden ab. Jene, welche die finanzielle Power haben, investieren auch jetzt gerne antizyklisch.“

Partielle Kurzarbeit verlängert

Um die Belegschaft so gut wie möglich durch diese herausfordernde Zeit zu bringen, habe man zwischen April und Juni 2020 für diverse Abteilungen Kurzarbeit eingeführt. Sie wurde nunmehr für den Monat Juli verlängert. Allerdings laufe die Produktion jetzt größtenteils ohne Kurzarbeit. „Derzeit wird geprüft, ob und wie lange die partielle Kurzarbeit auch noch nach dem Juli weitergeführt wird“, so Gritsch. In Schwarzach beschäftigt IMA Schelling Austria rund 400 Mitarbeiter.

Anlagen für Holzindustrie

Die IMA Schelling Group ist ein Hersteller von Anlagen, die insbesondere in der holzbe- und verarbeitenden Industrie zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich etwa um Plattenaufteil- sowie Präzisionssägen und -anlagen für die weltweit größten industriellen Hersteller von Platten, Möbeln und Küchen. Dazu kommen Anlagen im Bereich Stationär-, Durchlauf- und Verfahrenstechnik sowie für Transport und Handling. Die Firmengruppe entstand 2015 durch das Zusammengehen der beiden Maschinen- und Anlagenbauer IMA Klessmann (D) und Schelling Anlagenbau. Schelling ist bereits 1917 in Schwarzach gegründet worden.

Günther Bitschnau/wpa

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