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Spenden sammeln für Hilfsprojekte in aller Welt

01.01.2022 • 20:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bis zu 4000 Kinder und Jugendliche sind in Vorarlberg als Sternsinger unterwegs. <span class="copyright">DKA/Daniel Furxer</span>
Bis zu 4000 Kinder und Jugendliche sind in Vorarlberg als Sternsinger unterwegs. DKA/Daniel Furxer

Diese Woche erfolgte der Auftakt für die heurige Dreikönigsaktion.

Im Dienste der guten Sache werden in den kommenden Tagen wieder bis zu 4000 Kinder und Jugendliche sowie 1500 ehrenamtliche Begleitpersonen im ganzen Land unterwegs sein. Das berichtet Michael Ströhle von der Jungen Kirche Vorarlberg als Koordinator der Dreikönigsaktion im Ländle. Mit den gesammelten Spenden werden alljährlich rund 500 Hilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika und Asien unterstützt. Jedes Jahr wird dabei ein Vorhaben besonders in den Fokus gerückt. Heuer handelt es sich dabei um die Unterstützung der indigenen Völker in Amazonien. In Vorarlberg gibt es dazu einen besonderen Bezug. Schließlich ist der Koblacher Bischof Erwin Kräutler seit Langem in dieser Sache aktiv und daher im Ländle auch entsprechend bekannt.

Fast 13,4 Millionen Euro

Heuer sind die Sternsinger bereits zum zweiten Mal während der Coronapandemie unterwegs. Im vergangenen Jahr herrschte zudem nach Weihnachten noch ein allgemeiner Lockdown. Dies schlug sich dann auch bei der Spendensumme nieder, die gesammelt werden konnte. In allen Bundesländern lag diese deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Fast 746.000 Euro kamen 2021 in Vorarlberg zusammen – um 23 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Dennoch wurden österreichweit fast 13,4 Millionen Euro gesammelt.

Auch heuer wird auf Abstand und die gängigen Schutzmaßnahmen gesetzt. <span class="copyright">DKA/Daniel Furxer</span>
Auch heuer wird auf Abstand und die gängigen Schutzmaßnahmen gesetzt. DKA/Daniel Furxer

Man habe im vergangenen Jahr sehr viele positive Rückmeldungen erhalten, berichtet Ströhle. Darum gebe es natürlich auch heuer wieder eine Sternsingeraktion. Viele Menschen würden die weihnachtliche Tradition schätzen. Es sei auch nicht schwierig gewesen, Freiwillige zu finden, die als Sternsinger oder Begleitpersonen unterwegs sind. Gerade in Zeiten wie diesen seien viele froh, wenn sie sich engagieren könnten. Wie schon im Vorjahr gibt es detaillierte Regelungen mit entsprechenden Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen für die Besuche. Herausfordernd seien laut dem Koordinator vor allem die Vorbereitungstreffen gewesen. Neben einer beschränkten Teilnehmerzahl wurden auch Masken getragen und die entsprechenden G-Regeln befolgt. Bei den Besuchen in den kommenden Tagen gilt für die Sternsinger laut Gesetz die 3G-Regel. Seitens der Dreikönigsaktion wird jedoch 2G und ein täglicher Antigen-Selbsttest verlangt. Die Testkits wurden vom Gesundheitsministerium kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bischof Benno Elbs und die Sternsinger zu Besuch bei Finanzminister Magnus Brunner. <span class="copyright">BMF</span>
Bischof Benno Elbs und die Sternsinger zu Besuch bei Finanzminister Magnus Brunner. BMF

Ströhle ist positiv gestimmt, wenn es um die heurige Sternsingeraktion geht. Schließlich hat man im vergangenen Jahr wertvolle Erfahrungen gesammelt, wie der Besuch der Heiligen Drei Könige trotz Pandemie sicher durchgeführt werden kann. Den Auftakt haben die heimischen Sternsinger in dieser Woche bereits absolviert. Am Dienstag traf sich Bischof Benno Elbs mit einer Sternsingergruppe in Langen bei Bregenz. Er bedankte sich bei allen Beteiligten an der heurigen Dreikönigsaktion für ihr Engagement. Am Mittwoch gab es dann in Bregenz königlichen Besuch für Finanzminister Magnus Brunner. Auch er bedankte sich bei den Teilnehmern für ihren Einsatz für andere Menschen. Mit den gesammelten Spenden werde in den ärmsten Regionen der Welt sehr viel Positives bewirkt, betonte der Finanzminister.

Auftakt in der Bundeshauptstadt

In Wien besuchten die Sternsinger am Montag wie jedes Jahr als ersten Kardinal Christoph Schönborn. Auch er fand lobende Worte für die Engagierten: „Was ihr da tut, ist ein großes Werk der Nächstenliebe. Denn was ihr da den Menschen nahebringt, soll auch die Herzen der Menschen öffnen für die Not der Kinder in der ganzen Welt.“ In den folgenden Tagen gab es Besuche bei verschiedenen Politikern.

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