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Ein Jahr Haft für Diebstähle in Kirchen

14.02.2022 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Angeklagter (48) war mit zwölf einschlägigen Vorstrafen belastet.

Sieben Diebstähle mit geringer Beute habe der polnische Angeklagte zwischen April und Mai 2021 in Vorarlberg und Tirol verübt, vor allem bei Opferstöcken in Pfarrkirchen und Klöstern, sagte Staatsanwalt Manfred Melchhammer. Davon sei es aber in fünf Fällen beim Versuch geblieben, ergänzte Verteidigerin Anna Konzett.

Dafür wurde der geständige und mit zwölf einschlägigen Vorstrafen im Ausland belas­tete Angeklagte am Montag am Landesgericht Feldkirch zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das Urteil, mit dem der 48-jährige Pole und der Staatsanwalt einverstanden waren, ist bereits rechtskräftig. Der Schuldspruch erfolgte wegen der Vergehen des schweren Diebstahls durch Einbruch, der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel mit einer entwendeten Bankomatkarte und der Urkundenunterdrückung, mit einer Strafdrohung von bis zu drei Jahren Haft. Weil der Angeklagte in den letzten fünf Jahren jedoch schon zumindest zwei Mal wegen ähnlicher Taten Haftstrafen verbüßt hat, erhöhte sich für ihn als Rückfalltäter der Strafrahmen auf bis zu viereinhalb Jahre Gefängnis.

DNA-Spuren gefunden

Weil seine DNA-Spuren an Tatorten gefunden wurden, wurde der Pole im Sommer 2021 in Deutschland festgenommen und dann nach Österreich ausgeliefert. Zur Hauptverhandlung am Montag wurde er als Untersuchungshäftling vorgeführt. Die Hälfte der über ihn verhängten Freiheitsstrafe hat er bereits im Gefängnis verbüßt. Wegen seiner vielen einschlägigen Vorstrafen werde er aber derzeit nicht vorzeitig in die Freiheit entlassen, beschloss Richter Dietmar Nußbaumer. Später werde er prüfen, ob eine Haftentlassung nach zwei Dritteln der Strafe möglich sei.

Der Angeklagte sagte, er habe nie regelmäßig gearbeitet und sei bei den Taten arbeitslos und betrunken gewesen. Der 48-Jährige gab zu Protokoll, er habe die Hälfte seines Lebens im Gefängnis verbracht.

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