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Bundespräsident hofft auf Wiederwahl in erster Runde

09.10.2022 • 15:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">dietmar stiplovsek</span>
dietmar stiplovsek

Alexander Van der Bellen liegt in Umfragen klar vorne.

 Knapp 6,4 Millionen Menschen in Österreich waren am (heutigen) Sonntag zur Wahl eines neuen Bundespräsidenten aufgerufen. Amtsinhaber Alexander Van der Bellen bewarb sich dabei um eine zweite sechsjährige Amtszeit. Der 78-Jährige präsentierte sich im Wahlkampf als stabile Option in unsicheren Zeiten. In Umfragen lag Van der Bellen mit deutlichem Abstand in Führung; er genießt die Unterstützung der großen Parteien des Landes.

Van der Bellen tritt als Unabhängiger an. Offen ist, ob das frühere Mitglied der Grünen die Abstimmung im ersten Wahlgang gewinnt oder ob am 6. November eine zweite Wahlrunde nötig sein wird. Dann müsste er gegen den Zweitplatzierten antreten. Es wäre gut, wenn es schon am Sonntag Klarheit gäbe, sagte Van der Bellen nach seiner Stimmabgabe in Wien. Dann könne man sich ganz auf die unterschiedlichen Aufgaben konzentrieren, die Krisen, denen Österreich und Europa gegenüberstünden, fügte er hinzu.

Kein knappes Rennen

Von den im Parlament vertretenen Parteien hat nur die rechtsgerichtete FPÖ einen Gegenkandidaten nominiert: den Juristen Walter Rosenkranz, früher Klubobmann (Fraktionsvorsitzender) seiner Partei.

2016 hatte Van der Bellen den prominenten FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer in einer vom Verfassungsgerichtshof angeordneten zweiten Stichwahl mit 53,8 zu 46,2 Prozent der Stimmen geschlagen. In einer ersten Stichwahl war sein Vorsprung extrem knapp gewesen, die FPÖ hatte Unregelmäßigkeiten geltend gemacht.

Ein ähnlich knappes Rennen zeichnete sich diesmal nicht ab. Wenn alles gut gehe, werde er mehr Stimmen als alle sechs seiner Gegenkandidaten zusammen erhalten, erklärte Van der Bellen diese Woche. Er bewirbt sich als “sichere Wahl in stürmischen Zeiten”. Zu seinen Gegenkandidaten zählen Dominik Wlazny, bekannt als Marco Pogo, von der linksgerichteten satirischen Bierpartei, sowie eine Reihe von rechtsgerichteten Bewerbern und Anhängern von Verschwörungstheorien.

Erste Hochrechnungen wurden für kurz nach Schließung der Wahllokale um 17.00 Uhr MESZ erwartet.

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