Kirchler will Stabilität nach Altach bringen

Gestern wurde Roland Kirchler beim SCR Altach als neuer Sportdirektor vorgestellt. Seine erste große Herausforderung ist jetzt die Trainersuche.
Altachs Geschäftsführer Christoph Längle stellte Roland Kirchler als Wunschkandidaten vor. „Wir hoffen, mit dem SCR Altach wieder in eine sonnigere Zukunft zu steuern. Nachdem wir unser Anforderungsprofil für den neuen Sportdirektor skizziert hatten, sind wir sehr schnell auf unseren Wunschkandidaten Roland Kirchler gekommen. Seine Fußballkompetenz ist allein durch seinen Werdegang unumstritten. Er spricht die Sprache des Fußballs.“ Zuletzt war der gebürtige Innsbrucker Leiter der Tiroler Fußballakademie.
In den Jahren 2006 bis 2008 war er selbst Spieler bei den Altachern. „Es ist ein richtiger Schnellschuss geworden. Natürlich musste ich erst mit meinem Verband reden, für den ich über neun Jahre tätig war“, erzählt Kirchler. Dort wurde dann sein Vertrag sehr „schnell und freundschaftlich“ aufgelöst.

Abstieg nur mit Altach
Natürlich hat auch der Tiroler die letzten zwei turbulenten Jahre von Altach mitbekommen: „Mit dem Abstieg habe ich nur ein Mal in meiner Karriere zu tun gehabt, das war als Spieler eben hier in Altach. Ich weiß, wie das ist, ich weiß auch noch, wie wir es dann doch geschafft haben.“ Generell ist der 52-Jährige ein positiv denkender Mensch, was beim SCR jetzt durchaus gefragt ist. „Wir wollen wieder Stabilität in den Verein bringen, und das versuchen wir jetzt Schritt für Schritt anzugehen“.
Der erste Schritt wird die Trainersuche sein. Eine Liste mit etwa zehn Kandidaten hat man schon ausgearbeitet. „Wir haben nicht viel Zeit. Nächste Woche wird es eine Entscheidung geben. In drei Wochen sollte die Mannschaft stehen, in sieben Wochen geht es wieder los.“ Deshalb müsse der Trainer einen Österreich-Bezug haben, die Liga und vielleicht auch die Mannschaft kennen. Auch bei den Spielertransfers muss man laut Kirchler Volltreffer landen. „Wenn das jedes Jahr klappt, zwei bis drei Volltreffer zu landen, dann sind wir vielleicht in zwei, drei Jahren da, wo wir hinwollen“, erklärt der neue Sportdirektor ambitioniert. Und man hoffe für ihn, es sei damals als Spieler der einzige Kontakt mit dem Abstieg bei den Rheindörflern gewesen.