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Journalistin Föderl-Schmid kann Doktortitel behalten

04.04.2024 • 12:08 Uhr
ABD0046_20240208 - WIEN - ÖSTERREICH: ++ ARCHIVBILD ++ ZU APA0354 VOM 8.2.2024 - Im Inn, an der Grenze zwischen Österreich und Bayern, hat am Donnerstag, 8. Februar 2024, eine großangelegte Suchaktion stattgefunden. Bei der Vermissten handle es sich um eine 53-jährige, in München wohnhafte Frau, wurde der APA von der zuständigen Münchener Polizei am Abend bestätigt. Im Bild: Alexandra Föderl-Schmid im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, 26. April 2023, im Parlament in Wien. (ARCHIVBILD VOM 26.4.2023) - FOTO: APA/ROLAND SCHLAGER
Die Journalistin Alexandra Föderl-Schmid. APA/ROLAND SCHLAGER

Die stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung Alexandra Föderl-Schmid war mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert.

Das Ergebnis der Überprüfung der Dissertation der stv. Chefredakteurin der „Süddeutschen Zeitung“ und Ex-„Standard“-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid aus dem Jahr 1996 durch die Uni Salzburg liegt vor: Demnach sei „kein relevantes wissenschaftliches Fehlverhalten“ festzustellen gewesen, wie die Uni am Donnerstagvormittag mitteilte.

Die Arbeit mit dem Titel „Vom Monopol zum Markt, zehn Jahre duales Rundfunksystem in Deutschland“ wurde auf Antrag von Föderl-Schmid selbst von der „Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ der Uni Salzburg überprüft. Auf Basis des Gutachtens habe die Universität „als zuständige Behörde das Verfahren hinsichtlich der Nichtigerklärung der Beurteilung der Dissertation nach §73 Universitätsgesetz eingestellt“, heißt es.

Plagiatsvorwürfe

Föderl-Schmid war ab Februar mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert worden. Diese betrafen einerseits ihren Umgang mit der Zitierung von Quellenmaterial in journalistischen Texten und andererseits ihre Dissertation. Der „Plagiatsjäger“ Stefan Weber hatte – im Auftrag des rechtspopulistischen Portals „Nius“, wie sich herausstellte – die an der Universität Salzburg eingereichte Arbeit überprüft und nach eigener Darstellung „Plagiatsfragmente“ geortet.

Vermisst und wieder gefunden

Föderl-Schmid stellte nach den Vorwürfen ihre Funktion als stellvertretende Chefredakteurin der „Süddeutschen Zeitung“ mit 5. Februar ruhend und bat die Uni Salzburg, ihre Doktorarbeit auf die entsprechenden Anschuldigungen zu prüfen. Kurz darauf wurde bekannt, dass die frühere „Standard“-Chefredakteurin vermisst werde. Einen Tag später wurde die 53-jährige Oberösterreicherin lebend unter einer Inn-Brücke in Braunau gefunden und stark unterkühlt ins Krankenhaus eingeliefert.