„Wir sind Sieger!“ – in Bregenz wird gefeiert

Lukas Mähr und Lara Vadlau vom Yachtclub Bregenz haben Olympiagold geholt. Die Freude in der Heimat und in Marseille war riesig.
Etwa um 12:18 brach am gestrigen Donnerstag im Bregenzer Yachtclub tosender Applaus aus. Menschen lagen sich in den Armen, Jubel allerorts, freudestrahlende Gesichter, „Luki, Luki, Luki“ Rufe, „Wir sind Sieger, wir sind Sieger“. Freunde, Bekannte, Wegbegleiter und sowieso der ganze Yachtclub hatten gerade live verfolgt, wie ihr Goldjunge Lukas Mähr mit seiner Segelpartnerin Lara Vadlau bei den Olympischen Spielen in Frankreich die Goldmedaille „ersegelte“. Im Hafen von Marseille reichte dem Team im entscheidenden Medalrace ein siebter Platz für den Griff zum lange ersehnten Traum.

Einer der im Yachtclub besonders strahlte, ja eigentlich vor Stolz fast platzte war Vereinslegende und Jugendtrainer von Lukas Mähr, Fritz Trippolt. Er hatte bezüglich seines Zöglings eine leise Vorahnung: „Ich habe schon sehr auf die beiden getippt, zumindest auf eine Medaille. Dass es jetzt Gold geworden ist, ist natürlich unglaublich. Die zwei haben wahnsinnig Nerven bewiesen. Hut ab, unglaublich“, freute sich Trippolt. „Ich habe beide schon im Kindesalter trainiert. Es war damals schon das Ziel, dass sie einmal an den Spielen teilnehmen werden. Luki war als Kind schon fokussiert, sehr speziell, ein wahnsinniger Tüftler. Ich habe ihm damals schon gesagt, dass er einmal ein super 470er-Segler wird, und heute hat er es bewiesen“, erzählt Fritz Trippolt überglücklich.


Es war die Konstanz
Ganz so erwartet hatte man den riesigen Erfolg von Lukas Mähr und Lara Vadlau beim Heimatverein ja nicht, aber mit der Zeit hatte sich schon etwas abgezeichnet. „Es waren davor ja acht Wettfahrten. Die erste Wettfahrt war bekanntlich ein Frühstart. Nur ein paar Zentimeter, aber das bedeutet im Segeln den letzten Platz. Und dann haben die beiden unglaubliche Nerven bewiesen. In den folgenden Wettfahrten hat sich dann schon etwas herauskristallisiert. Vor allem mit dieser Konstanz, die sie an den Tag gelegt haben. Da war schon klar, dass sie ganz vorne mitmischen können. Wir können es noch gar nicht fassen“, erzählt Oliver Böhler, Präsident vom Yachtclub Bregenz.

Delegation vor Ort
Böhlers Kollege und Ehrenmitglied des Clubs, Michael Sagmeister, reiste mit einer elfköpfigen Truppe für das „Grande Finale“ nach Marseille, um sein Team vor Ort zu unterstützen. Unter ihnen auch die Eltern von Lukas Mähr. Am Telefon schilderte der Bregenzer die Situation vor Ort und bestätigte den Start. „Ja, die Boote gehen raus, heute ziehen sie es durch. Es geht los“, sagte er vor dem Wettkampf.

Als die Goldmedaille für Lukas Mähr und Lara Vadlau feststand und sie an Land kamen, wurden die Athleten laut Sagmeister erst einmal abgeschirmt. Also konnte erst später gratuliert werden. Gefeiert wird aber garantiert trotzdem, im Yachtclub Bregenz und in Marseille.
