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Österreichs Industrie und Bau stecken in hartnäckiger Rezession

11.11.2024 • 11:17 Uhr
Der Helm eines Bauarbeiters haengt am Dienstag, 12. Juni 2007 auf einer Baustelle in Frankfurt am Main an einem Holzpfosten. Noch in dieser Woche finden in Schleswig-Holstein und Niedersachsen Urabstimmungen ueber Streiks in der Bauindustrie statt, die dann in der kommenden Woche beginnen koennten. Es waeren die ersten Streiks in der deutschen Baubranche seit fuenf Jahren. In Niedersachsen hatten die Warnstreiks bereits am vergangenen Donnerstag angefangen. (AP Photo/Michael Probst) ---The helmet of a construction worker is seen on a wooden pole in Frankfurt, central Germany, Tuesday, June 12, 2007. (AP Photo/Michael Probst)
AP Photo/Michael Probst/Symbolbild

Haushalte sind nach wie vor pessimistisch und halten sich mit Ausgaben zurück. Negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Industrie und Bauwirtschaft stecken nach wie vor in einer hartnäckigen Rezession. Das dämpft auch Teile des Dienstleistungssektors. Unternehmen wie auch Haushalte sind unverändert pessimistisch, schreibt Wifo-Experte Stefan Ederer im aktuellen Konjunkturbericht. Die Haushalte halten sich mit ihren Ausgaben sogar stärker zurück als in der Finanzkrise von 2008/2009, heißt es im Bericht unter Hinweis auf eine Umfrage der EU-Kommission.

„Die anhaltend pessimistische Unternehmensstimmung und das schwache Verbrauchervertrauen lassen gegenwärtig keine Besserung der Konjunktur erwarten“, so Ederer. Auch vom privaten Konsum kämen derzeit keine Impulse für die Wirtschaft. Das schlage sich auch in der Arbeitslosenrate nieder.

„Die Schwäche der Industrie zeigt sich auch in anderen Ländern, insbesondere im Euro-Raum und den USA“, schreibt Ederer. Nur dank Schwellenländern habe es im Sommer ein Plus im Welthandel und in der weltweiten Industrieproduktion gegeben. Die Industrieländer litten hingegen unter der schwachen Importnachfrage Chinas. Die USA konnten dank robuster Ausgaben der privaten Haushalte ein deutliches Wirtschaftswachstum im dritten Quartal verbuchen. Das leichte Plus beim Wirtschaftswachstum im Euro-Raum führt Ederer zumindest teilweise auf einen Effekt der Olympischen Spiele von Paris zurück.