Bann der Vielgestaltigkeit der Linie

Die Künstlerin Monika Supé präsentiert in der Galerie.Z ihre neuen Arbeiten.
Nach 2019 startet die Galerie.Z erneut mit Monika Supé in das Ausstellungsjahr 2026. Bereits im Titel der aktuellen Schau sind die entscheidenden Impulse für die kreative Arbeit der Künstlerin, die in der Nähe von München lebt und wirkt, enthalten. Denn „Linie Raum Zeit – Plastische Grafik“ bildet sowohl ihr wesentliches Interesse als auch ihr vielfältiges Oeuvre ab. Dabei schöpft sie das beinahe grenzenlose Potenzial, das die Linie entfalten kann, aus. Sie beschreibt Form, gliedert Flächen, verleiht Kontur und Struktur. Sie erzeugt auch Trennung und Verbindung, dokumentiert Zeit und Raum, schafft Illusion und erfasst das Imaginäre. Prägend darf ihre langjährige Tätigkeit als Architektin angesehen werden, was sich besonders an ihrem Umgang mit Fläche und Raum ablesen lässt. Die Weiterentwicklung von Zweidimensionalität zu Dreidimensionalität ist ein zentrales Merkmal ihres Schaffens. Die mit Tusche ausgeführten Zeichnungen von Supé verblüffen aufgrund ihrer originellen Optik, die automatisch mit einer Handarbeitstechnik assoziiert wird. Die Künstlerin reiht nämlich sorgfältig Masche an Masche, wie man es vom Häkeln und Stricken kennt. Als Motive wählt sie regelmäßig Körperfragmente, die sie in kauernden, geduckten oder sitzenden Haltungen abbildet. Dank der anmutigen Maschenoptik wirken die Ausschnitte ungemein plastisch. Der Vergleich mit einer zweiten Haut drängt sich auf. Galeristin Andrea Mießgang-Romagna begrüßte zahlreiche Gäste, unter ihnen Carmen Zanetti (Bodensee), die Künstler Harald Gfader, Uta Belina Waeger, Albrecht Zauner und Marco Spitzar. Die Vernissagerede hielt Margot Prax.
Yasmin Ritter





