Perfekt für die ganze Familie: Gemütliche Wanderungen im Frühling

Vorarlberg Tourismus; Alpenregion Bludenz Tourismus; Montafon Tourismus; Gemeinde Krumbach; Bregenz Vorarlberg Tourismus, privat
Der Frühling ist da und macht Lust auf Bewegung im Grünen. Die NEUE zeigt acht Wanderungen, die jetzt besonders schön sind und sich gut mit der ganzen Familie erleben lassen.
Mit dem Frühling kehrt das Leben in die Landschaft zurück. Wiesen beginnen zu blühen, Schmetterlinge sind unterwegs und aus den Bäumen ist wieder Vogelgesang zu hören. Anfang Mai zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich: Im Rheintal stehen die Wiesen in voller Blüte, während in höheren Lagen die Natur erst langsam nachzieht.
Wer jetzt loszieht, findet angenehme Bedingungen für ruhige Spaziergänge und leichte Wanderungen. Viele Wege sind bereits gut begehbar und laden dazu ein, die Natur ohne Hektik zu erleben.
Die NEUE stellt acht ausgewählte Routen vor, die durch unterschiedliche Landschaften führen und abwechslungsreiche Einblicke in die Frühlingsnatur bieten. Die Strecken eignen sich auch für gemeinsame Ausflüge mit der ganzen Familie.

Kennelbach: Auf der alten Trasse des Wälderbähnles
Der Weg von Kennelbach nach Doren folgt der Bregenzerach entlang der ehemaligen Trasse des Wälderbähnles und führt durch die enge Schluchtlandschaft des Achtals. Wo heute gewandert wird, verlief einst die Bregenzerwaldbahn, die ab 1902 eine wichtige Verbindung zwischen Bregenz und dem Bregenzerwald darstellte. Über Jahrzehnte prägte sie das Leben im Tal, bevor der Betrieb in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingestellt wurde. Die Strecke verläuft durch eine atemberaubende Flusslandschaft mit steilen Hängen, Felsabschnitten und bewaldeten Ufern. An einigen Stellen ist Trittsicherheit gefragt, kurze steilere Passagen erfordern auch den Einsatz der Hände. Entlang des Weges finden sich sonnige Abschnitte, die zahlreichen Schmetterlingsarten Lebensraum bieten. Immer wieder geben Informationstafeln Einblick in die Geschichte der Bahn. Die ehemalige Bahntrasse ist noch gut erkennbar und verleiht der Route ihren besonderen Charakter. Ziel ist der Campingplatz in Doren, wo sich auch der frühere Bahnhof des Wälderbähnles befindet.
Start und Ende: Kennelbach Gasthaus Krone bis zum Campingplatz Doren, Strecke: 8,7 Kilometer, Dauer: 2 Stunden.

Fußach: Rundweg in der Lagune
Der schöne Rundweg führt von Fußach zur Rheinmündung und erschließt eine der artenreichsten Auenlandschaften Vorarlbergs. Das Rheindelta steht seit 1947 unter Schutz und ist Teil des Natura-2000-Netzwerks. Seltene Vogel- und Schmetterlingsarten finden hier einen wertvollen Lebensraum. Zahlreiche Wasservögel verbringen die Wintermonate und den Frühling in diesem Gebiet, während Fische in den Uferzonen ideale Bedingungen zum Laichen vorfinden. Start und Ende: Fußach, In der Schanz, Strecke: 4,7 Kilometer, Dauer: 1,3 Stunden.

Krumbach: In den Mooren
Die Wanderung über das Rossbad bei Krumbach führt durch eine abwechslungsreiche Moorlandschaft, in der fleischfressende Pflanzen, dichte Torfmoose und alte Baumbestände das Bild prägen. Die Moore im Naturpark Nagelfluhkette zählen zu den ältesten und ökologisch besonders wertvollen Lebensräumen der Region. Sie bieten hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Rückzugsort, speichern große Mengen Wasser und tragen dazu bei, das Grundwasser auf natürliche Weise zu filtern und zu reinigen.
Start und Ende: Krumbach Dorfplatz, Strecke: 10,38 Kilometer, Dauer: 3,3 Stunden.

Hirschegg: Entlang des Wasserswegs
Diese Wanderung im Kleinwalsertal führt von Wildmoos entlang des Schwarzwasserbachs über artenreiche Moorflächen zu den Kessellöchern und einer Naturbrücke. Der Weg verläuft dabei durch eine abwechslungsreiche und naturnahe Landschaft. Im Frühling wachsen entlang des Weges seltene Moorpflanzen wie Wollgras, Sumpfdotterblume, Fieberklee und Sonnentau. Die sensiblen Feuchtwiesen dürfen aus Naturschutzgründen nicht betreten werden, da sie vielen seltenen Arten als Rückzugsraum dienen.
Start und Ende: Hirschegg, Strecke: 12,17 Kilometer, Dauer: 3,5 Stunden.

Hohenems: Naturraum voller Leben in den Auwäldern
Der Weg folgt dem Alten Rhein und führt durch einen der wenigen erhaltenen Auwälder der Region. Die Landschaft gilt als bedeutender Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Amphibien, Vögel, Insekten und Käfer und seltene Pflanzen finden hier geeignete Bedingungen. Vogelstimmen, der frische Austrieb der Bäume und der Duft feuchter Walderde prägen das Gebiet. Die Auwälder zählen zu den letzten Relikten der einst ausgedehnten Feuchtgebiete im Rheintal. Start und Ende: Zollamt Hohenems, Strecke: 4,8 Kilometer, Dauer: 1,2 Stunden.

Feldkirch: Wenn das Europaschutzgebiet erblüht
Das Europaschutzgebiet Bangs-Matschels bei Feldkirch zählt zu den letzten Rückzugsräumen der Sibirischen Schwertlilie in Vorarlberg. Besonders im Frühsommer zeigt sich hier eine eindrucksvolle Blütenpracht. Die Rundwanderung führt durch Streuewiesen und Auwälder bis zum Illspitz, einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Im Schutzgebiet ist Rücksicht gefragt, die Wege sollten nicht verlassen werden.
Start und Ende: Feldkirch Bangs bis Feldkirch Nofels, Strecke: 4,11 Kilometer, Dauer: 1 Stunde.

Lingenau: Wo Wasser den Stein gestaltet
Der Quelltuff bei Lingenau zählt zu den markantesten Naturphänomenen Vorarlbergs und zeigt das Zusammenspiel von Wasser und Kalkstein. Ein Rundweg führt entlang moosbewachsener Kalkterrassen, über die Wasser fließt und dabei Sinterformen wie Vorhänge oder Baldachine entstehen lässt. Bei mehr Zeit lässt sich die Tour über Egg-Großdorf verlängern. Der Begriff „Tuff“ geht auf die Römer zurück.
Start und Ende: Lingenau, Parkplatz Hallenbad, Strecke: 2,45 Kilometer, Dauer: 1,5 Stunden.

Schruns: Der Ill entlang
Der Spaziergang entlang der Ill von Schruns-Tschagguns nach St. Anton im Montafon führt durch einen Auwald, in dem der Frühling bereits spürbar ist, während auf den Bergen noch Schnee liegt. Weiden, Erlen und Ahorn säumen den Fluss und zählen zu den letzten Resten eines großen Auwaldgebiets.
Start und Ende: Bahnhof Schruns bis Bahnhof St. Anton, Strecke: 6,4 Kilometer, Dauer: 1,5 Stunden.