Radfahren in Vorarlberg im Sommer: Tipps und Touren für heiße Tage

Radfahren ist ein beliebtes Hobby der Vorarlberger. Auch an heißen Tagen gibt es passende Strecken: am Wasser, durch schattige Wälder oder hinauf in kühlere Höhen. Die NEUE stellt sechs Radtouren vor – von gemütlich bis anspruchsvoll.
Heiße Temperaturen sind kein Grund, auf eine Radtour zu verzichten. Wer seine Strecke gut wählt, ist auch im Sommer angenehm unterwegs. Besonders beliebt sind Wege entlang von Flüssen und Seen, durch schattige Wälder oder hinauf in höhere Lagen, wo die Temperaturen oft etwas niedriger sind.
Vorarlberg bietet dafür viele Möglichkeiten. Zwischen Bodensee, Bregenzerwald, Rheintal und Montafon gibt es Touren für Familien, Genussradler und Sportliche. Manche Strecken verlaufen fast ohne Steigung, andere führen mit etwas mehr Kondition auf aussichtsreiche Höhen.
Gerade im Sommer lohnt es sich, früh loszufahren, die Mittagshitze zu meiden und genug zu trinken mitzunehmen. Wichtig ist außerdem Rücksicht auf andere. Viele Wege werden gemeinsam von Radfahrern, Spaziergängern und Wanderern genutzt. Wer angepasst fährt und Natur sowie Schutzgebiete respektiert, trägt zu einem entspannten Miteinander bei.
Die NEUE stellt sechs Radtouren vor, die auch an heißen Tagen gute Bedingungen bieten. Die Auswahl reicht von der gemütlichen Runde bis zur anspruchsvollen Bergtour.

Rheintal: Durch das Rheindelta
Das Rheindelta zählt zu den eindrucksvollsten Naturräumen Vorarlbergs und lässt sich auf dieser gemütlichen Rundtour besonders gut erkunden. Die Route führt durch das rund 2000 Hektar große Schutzgebiet, vorbei an Wiesen, Schilfgürteln und kleinen Wasserläufen bis an das Ufer des Bodensees. An heißen Sommertagen sorgen das Bruggerloch und der Rohrspitz für eine willkommene Abkühlung. Am Rohrspitz laden außerdem schattige Plätze und Einkehrmöglichkeiten zum Verweilen ein. Wer mehr über die Tier und Pflanzenwelt erfahren möchte, kann unterwegs das Rheindeltahaus in Fußach besuchen. Mit etwas Glück lassen sich entlang der Strecke zahlreiche Wasservögel beobachten. Dank der flachen Wege eignet sich die Tour auch für Familien, Freizeitradler und alle, die den Sommer entspannt auf zwei Rädern genießen möchten.
Fahrzeit: circa zwei Stunden.
Schwierigkeit: leicht.
Start und Ziel: Rheinbrücke Fußach Hard.

Ebnit: Hinauf zur Kobelalpe
Das Dornbirner Gütle zählt zu einem beliebten Ausflugsziel und bildet den Ausgangspunkt dieser Mountainbike Tour. Die Route führt zunächst auf asphaltierter Straße durch den Bruggerwald, ehe sie auf Schotter und Waldwegen weiter in Richtung Kobelalpe verläuft. Kurz vor der Roten Platte ist aufgrund der Steilheit des Weges eine kurze Schiebe oder Tragestrecke möglich, die sich jedoch umfahren lässt. Oben angekommen bietet die Kobelalpe Gelegenheit für eine Einkehr, bevor die Strecke wieder talwärts führt. Schattige Waldabschnitte sorgen an warmen Sommertagen für angenehme Bedingungen. Die Tour richtet sich an geübte Mountainbiker und E-Biker, die eine kürzere, aber anspruchsvolle Runde suchen.
Fahrzeit: 1,5 Stunden.
Schwierigkeit: mittel.
Start und Ziel: Gütle, Dornbirn.

Bregenzerwald: Über das Bödele
Der Bregenzerwald zeigt sich auf dieser Route von seiner vielfältigen Seite. Von Alberschwende führt die Strecke entlang der Bregenzerach nach Egg und Andelsbuch, ehe der Anstieg über Schwarzenberg auf das Bödele beginnt. Unterwegs wechseln sich Flusslandschaft, Wiesen, Wälder und weite Ausblicke auf die umliegenden Berge ab. Mit dem höchsten Punkt auf rund 1270 Metern bleibt es auch an warmen Sommertagen angenehm. Vorbei an der Lustenauer Hütte führt die Route schließlich zurück nach Alberschwende. Mehrere Gasthäuser entlang der Strecke bieten Gelegenheit für eine Pause. Wer den Bregenzerwald abseits der Hauptstraßen erkunden möchte, findet hier eine abwechslungsreiche Strecke zwischen Tal und Berg. Die Route eignet sich besonders für E-Biker sowie geübte Freizeitradler, die auch längere Anstiege nicht scheuen.
Fahrzeit: 4,5 Stunden.
Schwierigkeit: mittel.
Start und Ziel: Alberschwende Ortsmitte.

Lech: Rund um den Spullersee
Der Spullersee zählt zu den schönsten Bergseen Vorarlbergs und lässt sich mit dem Mountainbike auf einer aussichtsreichen Runde erkunden. Von Lech führt die Strecke über Zug auf der Mautstraße hinauf zum See und weiter zur Ravensburger Hütte. Vorbei an der Alpe Brazer Staffel geht es bis zum Stierlochjoch, bevor die Route wieder talwärts Richtung Lech führt. Auf über 2000 Metern sorgen die Höhenlage und die Bergluft auch an heißen Sommertagen für angenehme Temperaturen. Die Tour richtet sich an geübte Mountainbiker, die längere Anstiege nicht scheuen.
Fahrzeit: rund 4 Stunden.
Schwierigkeit: mittel bis schwer.
Start und Ziel: Ortsmitte Lech.

Walgau: Zwischen Fluss und Auwäldern
Die Ill prägt den Walgau wie kaum ein anderer Fluss und begleitet Radfahrer auf weiten Teilen dieser Route. Von Bludenz führt die Strecke durch Auwälder, Wiesen und mehrere Walgaugemeinden bis nach Feldkirch. Je nach Streckenwahl führt die Route durch die Tschalenga Au oder den Galinawald mit seinen Baggerseen. Die überwiegend flache Strecke eignet sich auch an warmen Sommertagen, da immer wieder schattige Abschnitte für Abwechslung sorgen. Wer unterwegs eine Pause einlegen möchte, findet entlang des Radwegs mehrere Einkehrmöglichkeiten. Dank der wenigen Steigungen ist die Route auch für Familien und Freizeitradler sehr gut geeignet.
Fahrzeit: 3,5 Stunden.
Schwierigkeit: leicht.
Start: Bludenz. Ziel: Feldkirch.

Montafon: Entlang der Ill mit Bergblick
Das Montafon lässt sich mit dem Fahrrad besonders gut entlang der Ill erkunden. Von Bludenz führt die Strecke über Lorüns, Vandans, Schruns und Tschagguns bis nach Partenen. Schattige Waldabschnitte wechseln sich mit freien Blicken auf die umliegende Bergwelt ab. Unterwegs passiert die Route unter anderem die Ausgleichsbecken beim Kraftwerk Rodund und verläuft meist in unmittelbarer Nähe des Flusses. Mit nur wenigen stärkeren Steigungen eignet sich die Strecke auch für Freizeitradler und E-Biker. Mehrere Orte entlang der Strecke bieten Gelegenheit für eine Pause oder Einkehr, bevor die Route weiter taleinwärts führt.
Fahrzeit: 4,5 Stunden.
Schwierigkeit: leicht. Start: Bludenz.
Ziel: Partenen.