Eine Hommage an einen prägenden Vorarlberger Komponisten

Ein Konzert in Schloss Hofen erinnerte an das musikalische Vermächtnis des Vorarlberger Komponisten Gerold Amann.
Klang als Erinnerung, Musik als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Unter diesem Leitgedanken lud das Ensemble plus zu einem besonderen Konzert in Schloss Hofen ein. Im Mittelpunkt standen das musikalische Vermächtnis des Vorarlberger Komponisten Gerold Amann, die Uraufführung eines neuen Werks seines Neffen Michael Amann sowie der 100. Geburtstag des ungarischen Komponisten György Kurtág.

Mit dem Konzert „Klang und Erinnerung“ setzte das Ensemble plus ein Zeichen des Gedenkens an Gerold Amann, der im November 2025 im Alter von 88 Jahren verstorben war. Der Komponist prägte die Musiklandschaft Vorarlbergs über Jahrzehnte hinweg wie kaum ein anderer. Mit seinen Chorwerken, Kammermusikstücken und den legendären Laiensingspielen auf der Burgruine Jagdberg schuf er Werke, die Generationen von Musikerinnen und Musikern sowie das Publikum bewegten.

Ein besonderer Höhepunkt war die Uraufführung des fünften Streichquartetts von Michael Amann. Der in Rankweil aufgewachsene und heute in Wien lebende Komponist zählt zu den profilierten österreichischen Vertretern zeitgenössischer Musik. In seinem neuen Werk entstehen Klanglinien, die sich ständig verändern, neu ordnen und in Bewegung bleiben. Das Publikum erlebte dabei den musikalischen Schaffensprozess unmittelbar mit.
Unter den Besuchern waren der Komponist Nikolaus Brass, der Komponist Michael Amann, Thomas D. Trummer vom KUB, Brigitte Winkel und Martin Winkel, Klaus Christa, Fredi Herburger, Klaus Rauch, Barbara Neyer von Kultur Vorarlberg sowie Steffi Scheil vom Bundesdenkmalamt.
Yasmin Ritter



