Thomas Hoor im Quadrart Dornbirn: Zwischen Farbe, Material und Emotion

Mit einer Ausstellung im Quadrart Dornbirn wird das Werk des 2025 verstorbenen Thomas Hoor gewürdigt. Über mehr als 35 Jahre entwickelte der Künstler eine unverwechselbare Bildsprache, in der Farbe und Materialität menschliche Empfindungen eindrucksvoll zum Ausdruck bringen.
Im Zentrum der neuen Ausstellung im Quadrart Dornbirn, die vergangen Freitag zur Vernissage lud, steht das malerische Oeuvre des 2025 verstorbenen Künstlers Thomas Hoor. Mehr als 35 Jahre lang widmete er sich mit Konsequenz und Leidenschaft der Malerei und der Zeichnung. Sein Werk war geprägt von einer unverwechselbaren Bildsprache, in der Farbe, Material und Emotion zu einer Einheit verschmolzen. Jedes Gemälde, jede Zeichnung war Ausdruck einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Menschen, seinen Empfindungen und den Spannungsfeldern des Lebens.

Für Thomas Hoor war Farbe weit mehr als ein Mittel zur Gestaltung. Sie wurde zum eigenständigen Material, das den Bildraum formte und ihm eine körperliche Präsenz verlieh. Die Oberfläche wird selbst zum Ausdrucksträger – lebendig, kraftvoll und von einer beinahe skulpturalen Wirkung. Diese ausgeprägte Materialität ist eines der markantesten Merkmale seiner Malerei. Die Farbe bleibt nicht bloß Träger eines Motivs, sondern entwickelt eine eigene physische Präsenz. Licht und Schatten verändern sich mit dem Blickwinkel, wodurch die Werke immer wieder neue Facetten offenbaren. So entsteht eine intensive Wechselwirkung zwischen Bild und Betrachter, die weit über das rein Visuelle hinausgeht.

Der Vernissage-Rede von Karlheinz Pichler lauschten Kurator Erhart Witzel sowie viele Künstlerkollegen wie Albrecht Zauner, Uta Belina Waeger, Gerold Riedmann, Harald Gmeiner, Uwe Jäntsch, Manfred Egender, Christian Geismayr und Rudl Lässer.
Yasmin Ritter



