Kultur

Rückkehr der Eisenmänner rückt näher

04.04.2024 • 13:39 Uhr
Horizon Field
Der Künstler Antony Gormley. Antony Gormley and Kunsthaus Bregenz

Der Verein, der sich für eine dauerhafte Installation von “Horizon Field” einsetzt, kann auf erste Erfolge verweisen.

Vor rund einem Jahr hatte der Verein Horizon Field – Kunstverein Vorarlberg unter seinem Obmann Otto Huber angekündigt, sich für eine dauerhafte Installation von Antony Gormleys Eisenmännern einzusetzen. Die 100 Skulpturen waren von Sommer 2010 bis Sommer 2012 als Projekt des Künstlers mit dem Kunsthaus Bregenz exakt auf 2039 Metern Höhe auf acht Gemeinden verteilt zu sehen – und wurden begeistert aufgenommen.

KUB_Antony Gormley
Eine der Skulpturen auf über 2000 Metern Höhe. Markus Tretter

Wie der Verein nun mitteilte, gibt es erste Erfolge für die Rückkehr des Werks. Für mehr als 70 Prozent der Standorte seien die für das behördliche Verfahren notwendigen Verträge abgeschlossen worden. Unterstützung für die Wiedererrichtung der Landschaftsinstallation gebe es auch von Seiten der Standortgemeinden. Dazu kommen Unterstützungserklärungen von prominenten Befürwortern.

Otto Huber
Vereinsobmann Otto Huber. Privat

Der Verein hat das Ziel, möglichst alle der 100 Aufstellungsorte mit langfristigen Leihverträgen sicherzustellen. Mit mehr als der Hälfte der 34 Vertragspartner seien positive Gespräche geführt und Vereinbarungen abgeschlossen worden, hieß es. Einige Gespräche seien noch im Gange, aber auf gutem Weg. Vereinsobmann Otto Huber: „Wir sind zuversichtlich, dass im ersten Halbjahr 2024 die Verträge für alle gewünschten Standorte abgeschlossen werden können. Die Anträge bei den Bezirkshauptmannschaften Bludenz und Bregenz wollen wir bis Mitte des Jahres einbringen.“

feature horizont field, eisenmannfigur am diedamskopf
Im Winter waren sie schon mal eingeschneit. Philipp Steurer

Auch die Bürgermeister der Standortgemeinden würden großes Interesse an der Wiedererrichtung von „Horizon Field Vorarlberg“ zeigen. Bislang hätten die Bürgermeister der Gemeinden Dalaas, Klösterle, Lech, Warth, Schröcken, Schoppernau und Mellau eine positive Stellungnahme abgegeben, berichtet Huber. Mit einem Nachhaltigkeitskonzept soll ein entsprechender achtsamer Umgang mit Natur und Landschaft sichergestellt werden.

Zum Projekt wurde eine neue Website (www.horizonfield.at) eingerichtet. Dort finden sich Unterstützungserklärungen von Sabine Haag vom Kunsthistorischen Museum Wien, Designer Stefan Sagmeister und die Kunststaatssekretärin Andrea Mayer.