Konzerttage eines heimischen Weltstarts

Die Wolfegger Konzerte tragen auch heuer die Signatur ihres Leiters, Grammy-Preisträger Manfred Honeck.
Heute Bamberg, dann London, San Francisco, Pittsburgh, Los Angeles, zwischendurch vor Ostern ein Konzert in Lustenau als Geschenk an seine Vorarlberger Heimat – der Dirigent Manfred Honeck ist international hoch angesehen und immer unterwegs. Und obwohl er in diesem Sommer erstmals auch eine Produktion der „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss bei den Salzburger Festspielen verantwortet, für die ab Mitte Juni die Proben laufen, durfte das Konzertwochenende der Internationalen Wolfegger Konzerte nicht wegfallen: traditionell am letzten Juni-Wochenende (26. bis 28. Juni) bilden ein Preisträger-Konzert in der Alten Pfarr, das Konzert im Rittersaal am Samstag und der Abschluss mit dem Kirchenkonzert den festlichen Dreiklang unter seiner künstlerischen Leitung.
Den Auftakt macht das junge Fibonacci Quartett aus England, das seit dem Gewinn des Paolo Borciani Wettbewerbs vor zwei Jahren ebenfalls international gefragt ist und bei seinem Programm in der besonderen Atmosphäre der Alten Pfarr unter anderem Janáceks zweites Streichquartett „Intime Briefe“ und Schumanns 3. Streichquartett musizieren wird. Aus England kommt auch der junge Cellist Sheku Kanneh-Mason, den Manfred Honeck auch schon zu seinem Pittsburgh Symphony Orchestra eingeladen hat und der nicht nur ein fantastischer Musiker, sondern auch ein ungemein charismatischer und liebenswürdiger Mensch ist. Gemeinsam mit der deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern interpretiert er Joseph Haydns funkelndes erstes Cello-Konzert. Die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ eröffnet den Abend, Mozarts großartige C-Dur-Symphonie KV 551, die von der Nachwelt den Namen „Jupiter“ bekommen hat, beendet ihn. Weber, dessen Todestag sich am 5. Juni zum 200. Mal jährt, und Mozart waren übrigens über Constanze Mozart miteinander verwandt.
Rabatt für junge Besucher
Neben den Wiener Klassikern ist auch der österreichische Romantiker Anton Bruckner einer der wichtigsten Komponisten für Honeck: Im Kirchenkonzert am Sonntag erklingt dessen dritte Messe in f-Moll, die sich in Verbindung von Soloquartett, Chor und Orchester zu einem der eindrucksvollsten geistlichen Werke aufschaukelt. Mit Christina Landshamer, Anna-Lucia Richter, Maximilian Schmitt und Krešimir Stražanac gesellt sich ein erlesenes Solistenquartett zum Philharmonischen Chor München, der zum wiederholten Mal in Wolfegg zu Gast ist.
Übrigens: Junge Menschen sind in Wolfegg herzlich willkommen, sie erhalten auf alle Tickets 50 % Rabatt. Ebenso werden Schulklassen oder Musikschüler eingeladen, die Generalprobe am Samstag im Rittersaal zu erleben.
Katharina von Glasenapp