Mona Ida verzaubert mit ihrem neuen Song „I trom vo Dir“

Mit „I trom vo Dir“ gelingt Mona Ida ein Track voller weicher Synthflächen, Poesie und melancholischer Wärme.
Wenn der Genre-Begriff Dream Pop für einen Song gemacht wurde, dann für „I trom vo Dir“ von Mona Ida. Die in Bregenz aufgewachsene Musikerin stellt seit gut neun Jahren stets aufs Neue den Beweis an, dass es einen direkten Weg von den Ohren ins Herz gibt.

Elektronische Zither
Das wattige Flimmern des Omnichord, einer Art elektronischer Zither, weckt gleich zu Beginn des Tracks schummrige Bilder des Halbschlafs hervor. Tagträumerisch trägt der Rhythmus die Stimme der Sängerin, die überraschend elegant zwischen Passagen auf Englisch und Vorarlberger Dialekt wechselt. Gerade dieser Kontrast verleiht dem Lied seine eigentümliche Sogwirkung. Die Mundart klingt hier weder folkloristisch noch demonstrativ bodenständig, sondern ehrlich und intim.
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Der Song selbst entstand laut Mona Ida bereits im späten Winter. Jetzt, im Frühling, durfte er „freigelassen“ werden. Tatsächlich trägt „I trom vo Dir“ diese Übergangsstimmung in sich. Er klingt nach tauendem Asphalt, langen Dämmerungen und jenem Zustand zwischen Müdigkeit und Aufbruch, in dem Gedanken noch nicht ganz sortiert sind.

Kommende Ode an Bregenz Hafen
Ende Juni soll mit „Bregenz Hafen“ der nächste Omnichord-Track folgen. „Ich bin immer schon viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Irgendwann habe ich mich dazu entschieden, ‚meiner Haltestelle‘ ein Lied zu widmen“, schildert die Frohnatur. Das Stück werde erstmals vollständig auf Deutsch gesungen sein. Ein Schritt, vor dem sie sich lange gefürchtet habe. „Wenn man deutsche Texte schreibt, dann muss das einfach Hand und Fuß haben.“
„Verdammt anstrengend“
Die Songs wurden von Johannes Strickner (Chacca Records), dem einstigen Schlagzeuger des Ski-Schuh-Tennis Orchestra, produziert und sind auf gängigen Plattformen wie Youtube, iMusic oder Spotify abrufbar.
Trotz bestechender Qualität wird es vorerst bei diesen beiden Omnichord-Tracks bleiben. „Auch wenn es zum Auflockern cool ist, werden die Klänge des Geräts mit der Zeit verdammt anstrengend“, gesteht sie mit saloppem Ton.
Seit Kindertagen singend, schrieb Mona Ida schon mit 14 ihr erstes eigenes Lied. Am Borg Lauterach fand sie im Freifach Band fördernde Lehrer. Die gebürtige Bregenzerin und junge Mutter wollte nach der Schulzeit erst Jazzgesang in Wien studieren. Jetzt ist sie froh, den Schritt nicht gegangen zu sein, profitiert aber noch heute von der Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung. Besonders prägend sei die Zusammenarbeit mit dem Musiker Ivo Bonev gewesen, von dem sie „wahnsinnig viel“ über Stimme und Klang gelernt habe.
Anstehende Konzerte
Die Musikerin trat in den letzten Jahren entweder mit ihrer Band Stereo Ida, oder im Duett mit ihrem Partner Patrick Fahser auf die Bühnen des Landes. Auch wenn sich Fahser gerade in einer Babypause befindet, wird er gemeinsam mit der Sängerin am Sonntag, dem 24. Mai den Feldkircher Kulturverein „Unterm Riadbom“ mit einem Konzert beehren. Danach folgt am 29. Mai eine Show im Alten Kino Rankweil. Sie findet im Rahmen der Festlichkeiten „Das Magische Dorf“ statt, wo auch die Bregenzerwälderinnen von Duo.Lia auftreten werden.